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Zauber der Dunkelheit

3. Lange Nacht der Kirche lockt große Besucherzahl

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Autor:

Christiane Nievelstein-Bläsche

Springe/Altenhagen I. Fünf Kirchen, fünf Themen – was für die Springer Gemeinden bereits als willkommene Wiederholung galt, war für Altenhagen I eine überaus gelungene Premiere: die „Dritte lange Nacht der Kirchen“. Ein Abend mit besonderen kulturellen Angeboten und der Gelegenheit, Kirche neu zu erleben.

Mit Spannung wurde in Altenhagen I die Resonanz der Besucher erwartet – und zur vollen Zufriedenheit erfüllt. Zum ersten Mal öffnete sich die St.-Vincenz-Kirche für die Teilnahme an der Reise durch die Gotteshäuser. Schon der erste Programmpunkt, getanzte Auszüge aus dem Film „Sister Act“, begeisterten die Besucher. Ein volleres Gotteshaus könne nur zur Weihnachtsmesse verzeichnet werden, gaben einige Besucher erstaunt preis. Das Experiment „Tanz und Kirche“ zu verbinden, habe für ihn von Anfang an spannend geklungen, sagt Pastor Eckhard Lukow. Der Vorschlag seiner ehemaligen Konfirmandin, Aline Jendrock, eine besondere Choreografie für den Premierenabend vorzuführen, sei daher sofort mit Begeisterung aufgenommen worden.

Jendrock, die Leiterin der Jugendtanzgruppe der gleichnamigen Springer Tanzschule, nutzte das Engagement ihrer zwölf Tänzerinnen im Alter zwischen elf und 18 Jahren und erarbeitete innerhalb von zwei Wochen den gelungenen Auftakt für die lange Nacht. Während in Altenhagen I getanzt wurde, ging es in Springe in St. Petrus leiser zu. Pastorin Bettina Bartke und ihre Gemeinde luden zu ruhigen Chorälen, zarten Harfenklängen und Gebeten ein. Frauengebete und Worte, die das Herz berühren, das Angebot, sich in Gesellschaft und stimmungsvoller Atmosphäre selbst zu finden. Ein Angebot, das, ebenso wie in den Vorjahren, dankbar angenommen wurde.

Lauter und bunter empfing St. Andreas seine nächtlichen Besucher. Im ältesten Kirchengemäuer Springes, schließlich stammt St. Andreas aus dem Jahr 1454, wurden die Kirchgänger mit Kunst, Musik und Film durch die Nacht geführt. Pastor Klaus Fröhlich und seine Gemeinde bewiesen einmal mehr, dass Kirche nicht nur „modern“ sein möchte, sondern es auch ist. Zeitgemäße Klänge und Texte, Nebelmaschine, Rockmusik und Schnittchen – der Glaube geht mit der Zeit. Die gelungene Mischung zwischen Entspannung und befreienden Klängen des Soul und einer Prise Klassik bot die Kreuzkirche an. Pastor Evan Schaefer und seine Kirchengemeinde hielten für die Kirchgänger der langen Nacht ein breites Spektrum bereit. Einfühlsam und mystisch war das Programm in Christ-König. Bekannte Lieder und nachdenklich stimmende Texte sorgen für ein besonderes Ambiente.

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