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Othmer und Melching wollen weiterhin in der Innenstadt investieren

Woolworth-Komplex soll saniert werden

SPRINGE. Nach der Absage des Millionen-Neubaus von Rewe, Ladenlokalen und Praxen in der Innenstadt wollen die Investoren Peter Othmer und Dennis Melching ihre Anstrengungen jetzt auf das frühere Woolworth-Gebäude an der Fünfhausenstraße konzentrieren. Der Komplex soll saniert und mit Leben gefüllt werden.

Das frühere Woolworth-Gebäude soll wieder mit Leben gefüllt werden: Die Investoren sprechen von mehreren Interessenten für die leerstehenden Flächen. Foto: SCHEFFLER
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Christian Zett Redaktionsleiter zur Autorenseite

Othmer und Melching hatten das in den frühen 1980er-Jahren errichtete Gebäude im Rahmen der jetzt geplatzten Planungen gekauft. Es sollte abgerissen werden – und dem Groß-Parkplatz für die neuen Einkaufsmöglichkeiten weichen. Jetzt sei man stattdessen dabei, „ein Nutzungskonzept zu erstellen“, sagt Othmers Sohn Mathias, der ebenfalls in das Projekt eingebunden ist.

Es gebe bereits Interessenten für die leerstehenden Flächen. In dem Gebäude befinden sich zurzeit unter anderem ein Optiker, die Drogeriekette Rossmann, aber auch die Geschäftsstelle der Handballfreunde Springe, die hauptsächlich zu vergangenen Drittliga-Zeiten genutzt wurde. Man sei „optimistisch“, dass man das aufgewertete Gebäude vermarkten könne und „dass es eine echte Bereicherung für die Stadt wird“, so Mathias Othmer.

Peter Othmer hatte sich schon seit Jahren mit entsprechenden Plänen für den Komplex beschäftigt. Im Januar 2017 hatten er und seine Mitstreiter der NDZ dann erstmals entsprechende Informationen über einen ganz großen Wurf bestätigt: Statt des heutigen Rossmann-Gebäudes und der dahinterliegenden Häuser war eine Art Einkaufszentrum mit großem Rewe-Markt, Rossmann und vielen kleineren Geschäften und Praxen geplant.

Die Hoffnung: So könne nicht nur ein Lebensmittelmarkt ins optisch aufgewertete Zentrum zurückkehren – sondern mit ihm auch mehr Kunden. Die Stadt hatte das Objekt zuletzt auch als möglichen Standort für eine Art Gesundheitshaus ins Auge gefasst – als Alternative zur Ende des Jahres auslaufenden Notfallambulanz.

Während Einzelhändler und viele Politiker das Vorhaben von Beginn an unterstützten, machte sich auch Kritik breit: Bei der Stadt stieß vor allem der Plan, einen großen Parkplatz direkt an der Fünfhausenstraße zu bauen, auf wenig Gegenliebe. Schließlich beendete der Rat zumindest diese Debatte mit einem Beschluss. Doch auch sonst gab es durchaus Skepsis – besonders im Fachbereich für Bauen und Planung. Für das Scheitern des Projekts machen sich Stadt und Investoren nun gegenseitig verantwortlich.

Insbesondere der Hasperder Baustoff-Unternehmer Othmer hatte immer wieder betont, für ihn als gebürtigen und nur wenige Meter vom Gelände aufgewachsenen Springer gehe es bei dem Bauprojekt nicht nur ums Geld. Othmers Sohn Mathias sagte der NDZ, seine Familie wie auch Melching seien beruflich oder finanziell nicht auf das Vorhaben angewiesen: „Wir haben alle unsere Unternehmen und unsere Auskommen. Es war immer auf Kante genäht – aber rote Zahlen wollen wir auch nicht schreiben.“

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