weather-image
18°

Wohin mit dem Rewe-Parkplatz?

SPRINGE. Soll der große Parkplatz für das neue Einkaufszentrum direkt an die Fünfhausenstraße? Die Politik hat am Abend einen Grundsatzbeschluss gefasst.

Ortstermin im Nieselregen: Die Investoren Peter Othmer (links) und Dennis Melching (rechts) erklären Politikern und interessierten Bürgern, wo sie den Rossmann-Rewe-Komplex bauen wollen. Foto: Scheffler
marita

Autor

Marita Scheffler Redakteurin zur Autorenseite

Die Politik hat am Dienstagabend ein weitreichendes Bekenntnis zum Rewe-Projekt in der Innenstadt gefasst: Der Supermarkt darf auch mit großem Parkplatz vor der Tür gebaut werden. Der Tenor: Eine Freifläche schräg gegenüber vom Marktplatz sei zu verschmerzen. Diesen Preis zahle man gerne, wenn es nur so möglich sei, langfristig Leben ins Zentrum zu holen.

Eine dreiviertel Stunde gingen die Politiker aus dem Ortsrat und dem Planungsausschuss im Nieselregen rund ums Woolworth-Gebäude und hörten die Argumente von dem städtischen Bau-Chef Jörg Klostermann auf der einen und den beiden Investoren Peter Othmer und Dennis Melching auf der anderen Seite. Nach einer kurzen Pause ging die Debatte in der Aula der Grundschule Hinter der Burg weiter.

Das öffentliche Interesse war groß: Knapp 30 Bürger verfolgten die Sitzung und applaudierten mehrfach lautstark, wenn grünes Licht für das Projekt gefordert wurde.

Bau-Chef Klostermann hatte den Termin als Auftaktveranstaltung für eine offene Diskussion bezeichnet. Es gebe zahlreiche Fragen rund um das Projekt. Auch ein Vertreter von Rewe war erwartet worden, hatte jedoch kurzfristig abgesagt. Kein Wunder, meinten die Investoren. Eine offizielle Einladung habe es nicht gegeben – auch für sie nicht.

Mehrfach bat die Politik, den beiden Rederecht einzuräumen, um das Projekt vorstellen zu können. Othmer betonte dabei: Rewe bestehe auf einen gut sichtbaren, vor dem Markt liegenden Parkplatz. „Auch wir würden nichts anderes machen. Wenn das nicht geht, reißen wir die Leinen und machen Schluss.“

Es gebe „Schöneres als einen Parkplatz“, räumte Melching ein. Aber: Die Lage sei nicht diskutabel. Über jedes andere Detail könne dagegen später diskutiert werden.

Der Einwand führte dazu, dass Sozialdemokrat René Bennecke einen Grundsatzbeschluss forderte, der so für diesen ersten Abend noch gar nicht vorgesehen war – aber breite Unterstützung fand: Die Parkplätze dürfen sein. Lediglich die Ausschuss-Vorsitzende Elke Thielmann-Dittert (Grüne) und Uwe Lampe (parteilos) stimmten dagegen. Sie forderten Alternativen. „Das ist zu wenig Spielraum. Das grenzt an Erpressung“, so Thielmann-Dittert.

Anzeige
Anzeige
Weiterführende Artikel
    Kommentare