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Nach zwei Treffen soll sich abzeichnen, wohin der Weg für die Altenhägener Einrichtung geht

Woche der Wahrheit für die Grundschule

Springe/Altenhagen I (zett). Heute beginnt die Woche nach dem Hickhack um die Grundschule Altenhagen I. Die Woche nach der Verwirrung, die die Verwaltung mit ihren veröffentlichten und eilends wieder einkassierten Zusammenlegungs- und Schließungsplänen ausgelöst hatte. Wenn sie vorbei ist, diese „Woche der Wahrheit“, sollen alle Beteiligten etwas klarer sehen.


Elternsprecher Martin Núñez und seinen Mitstreitern fiel ein Stein vom Herzen, als sie von der Kehrtwende der Stadt hörten: „Sie sind zur Vernunft gekommen“, freute sich der Vater.

Genau wie die anderen Beteiligten fiebert er zwei Treffen entgegen, mit denen die Weichen für die Schulzukunft gestellt werden sollen. Morgen geht es in Hannover los, dann sitzen Vertreter von Stadt, Schule, Lokal- und Regionalpolitik, Eltern, Land und Kultusministerium im Landtag zusammen.

Einen Tag später steht die Zukunft der Schule auch in Springe auf der Tagesordnung – nämlich auf der des Schulausschusses und des Ortsrates Altenhagen I bei ihrer gemeinsamen Sitzung. Dort sollte eigentlich die umstrittene Verwaltungsvorlage zur Abstimmung kommen – jetzt hat Hische das Treffen zur „Informationsveranstaltung“ umdeklariert und bei den Eltern laut Núñez Hoffnungen auf ein neues Konzept ausgelöst, „dass die Schule vernünftig sichert“.

Rätselraten um Rückzugsgründe

Rätselraten herrscht weiterhin über die „neuen Erkenntnisse“, die Bürgermeister Jörg-Roger Hische bewogen hatten, seinen Beschlussvorschlag nach wenigen Tagen wieder zurückzuziehen.

Nachdem Hische auch den Verwaltungsausschuss nicht näher über die Rückzugs-Gründe aufgeklärt hatte, zeigte sich SPD-Fraktionschefin Katrin Kreipe ratlos: „Ich kann mir die Kehrtwende nicht erklären. So eine Drucksache wird man ja eigentlich geprüft haben, das setze ich voraus.“

Die Grundschul-Eltern wissen inzwischen eine wachsende Unterstützerschar aus der Springer Bevölkerung hinter sich. Die Zahl der Bürger, die sich an ihrer Unterschriftenaktion beteiligt habe, sei inzwischen auf über 700 gewachsen, so Núñez.

Mit den Listen wollen die Eltern das niedersächsische Kultusministerium dazu bewegen, einen bestehenden Erlass zu kippen und ihre Schule mit zusätzlichen Lehrerstunden zu unterstützen.

Eine Woche nach Landtagstreffen und Schulausschusssitzung will sich die Elterninitiative wieder zusammensetzen, um ihr weiteres Vorgehen zu planen. Sie wollen vorbereitet sein, wenn Bürgermeister Jörg-Roger Hische im Juni einen weiteren Anlauf starten und einen neuen Beschlussvorschlag einbringen will. „Wir sind weiter wachsam“, sagt Núñez.



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