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Großes Fest in kleiner Siedlung: In Dahle wird gefeiert – allen Problemen zum Trotz

Wo die Nachbarn zusammenhalten

Springe. Mit nur 80 Einwohnern ist Dahle zwar eine kleine Siedlung, doch der Gemeinschaftssinn ist groß. Dahle hält zusammen, auch wenn viele Belange der Bürger in Springe offenbar übersehen werden.

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Autor:

Reinhold Krause

Ein Siedlerfest für alle Einwohner organisiert man nicht mal eben so. Und doch ist es Regina Ruge und ihren Nachbarn gelungen, eine schöne Feier auf die Beine zu stellen. Der Standort des Sommerfestes wechselt im jährlichen Rhythmus. Mal wird in „Alt Dahle“, der ehemaligen Domäne, gefeiert, im Jahr darauf in der „Siedlung Dahle“ die einst mal durch die Beschäftigten der Domäne entstanden ist.

Die Domäne wurde 1530 gegründet und beschäftigte als Staatsgut nach dem Zweiten Weltkrieg bis zu 200 Mitarbeiter. Aufgrund ihrer Tätigkeit auf dem Gut ließen viele Angestellte sich dann in Dahle häuslich nieder und errichteten ihre Eigenheime. Siedlersprecherin Ruge ist sichtlich stolz auf „ihre“ Siedlergemeinschaft“, bemängelt allerdings, dass viele Vorschläge, Verbesserungshinweise und Wünsche zwar im Ortsrat der Stadt ankommen würden, sich dadurch aber nichts ändere. Ruge verwies auf die fehlende Straßenbeleuchtung von Dahle bis zum Ortseingang der Kernstadt.

Viel sei in der vergangenen Zeit geredet worden, doch nichts habe sich geändert. Kein Stadtbus hält mehr direkt in Dahle, die Straßenbrücke, die früher schräg über die Bahngleise führte, wurde durch eine rechtwinklige Bahnüberführung ersetzt und ist seitdem für große Fahrzeuge nicht mehr passierbar. Wolfgang Klemmt, der bis vor Kurzem im Rat der Stadt saß, bemängelt, es sei bislang noch kein Cent aus Ortsratsmittlen in die Siedlung geflossen.

Bei allem Ärger: Die Festbesucher feierten natürlich trotzdem. Zelte, Tische und Bänke wurden herbeigeholt und aufgestellt, Kuchen kam frisch aus dem Backofen. Erstmals wurden auch Crêpes hergestellt – das gab es beim Sommerfest noch nie. Auch Ponyreiten und Kinderschminken hatte das Organisationsteam im Angebot. Der Erlös eines kleinen Basars soll dem Kinderschutzbund zugute kommen. Gemütlich wurde es dann am Abend. Der Geruch von Gegrilltem zog durch die Luft, das Lagerfeuer loderte – Idylle vor den Toren der Stadt.



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