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140 000 Gäste beobachten die Tiere – und am liebsten die Wölfe / Erheblich mehr Freikarten eingelöst

Wisentgehege steigert die Besucherzahlen

Alvesrode (mari). Auf diese Bilanz werden die Betreiber anderer Tierparks neidisch gucken: Entgegen dem allgemeinen Branchentrend hat das Wisentgehege seine Besucherzahlen um knapp vier Prozent auf 140 000 Gäste gesteigert. 2010 gehört damit zu einem der besten Jahre in der Geschichte der Einrichtung.


Die meisten deutschen Tierparks haben 2010 unter dem langen Winter, den anfangs zu heißen Sommerferien und vor allem der Fußball-WM gelitten. „Eine Weltmeisterschaft ist ein Desaster für Outdoorbetriebe“, sagt Wisentgehege-Leiter Thomas Hennig.

Dass sein Park unerwartet gut dasteht, dafür gebe es vor allem eine Erklärung: „Die Wölfe als unser Mini-Yukon-Bay haben an allen Ecken und Enden gezogen. Das war der Kracher.“ Mit der Handaufzucht und Sozialisierung vor den Augen der Besucher habe das Gehege „den Zeitgeist getroffen“, resümiert Hennig. 126 Tierfreunde buchten einen Tag als Wolfsbabymama oder -papa. „Und die Warteliste ist bis Februar voll.“

Die 140 000 Besucher gliedern sich auf in 73 000 Erwachsene und 20 000 Kinder mit Einzelkarten. Dazu kommen 15 000 Kinder, die in Gruppen durchs Gehege geschlendert sind. Bei den restlichen gut 30 000 Gästen handelt es sich um Jahreskartenbesitzer (2875 Personen haben ein Dauerticket; neuer Rekord!), Mitglieder des Fördervereins sowie Besucher, die an der Kasse eine Freikarte oder ein Gutscheinheft vorzeigten.

Zum Vergleich: Im Rekordjahr 2005 kamen 145 000 Gäste ins Wisentgehege. 2006 waren es nur 120 000 Personen, 2007 bis 2009 pendelte sich die Zahl zwischen 135 000 und 139 000 Besuchern ein.

Dass immer mehr Gäste Jahreskarten besitzen oder Freikarten einlösen (Hennig: „Die werden erheblich stärker genutzt als früher“), spiegelt sich allerdings auf der Einnahmenseite wider: Die Besucher hinterließen am Kassenhäuschen rund 860 000 Euro, im Vorjahr waren es noch 40 000 Euro mehr. Der Wert ist dennoch überdurchschnittlich hoch.

Obwohl sich das Gehege – wie nahezu alle deutschen Tierparks – nicht selbst tragen kann, bleiben die Eintrittspreise stabil. „Für eine Erhöhung sehe ich derzeit keinen Markt“, erklärt Hennig.



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