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Lüdersen: Umleitung nach Bennigsen wird frühestens Anfang Mai freigegeben

„Wir spielen alle Optionen durch“

Lüdersen (mari). Die schlechte Nachricht: Wenn am 19. April die Sanierung der Lüderser Straße beginnt, wird Lüdersen von der (Springer) Außenwelt abgeschnitten. Die gute Nachricht: Die Bauarbeiten an der Eisenbahnbrücke sollen bereits Anfang Mai – und damit früher als geplant – beendet sein. Ab dann könnte der Feldweg unterhalb der Bahn als offizielle Umleitung freigegeben werden.

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Bei einem Ortstermin in dieser Woche haben sich Vertreter der Region, der Stadt und der Polizei die Strecke zusammen mit Ortsbürgermeisterin Ursel Postrach und Ortsratsmitgliedern angesehen. Zuvor hatte sich der Ortsrat massiv darüber beschwert, dass Lüdersen bei den mehrmonatigen Bauarbeiten quasi nicht mehr mit Springe verbunden ist. Darunter dürften vor allem die Bennigser Geschäfte leiden.

Der Vorschlag des Ortsrates, die Sebastian-Kneipp-Straße als Umleitungsstrecke auszuschildern, wurde bei der Begehung abgelehnt. Der Weg sei zu schmal für Gegenverkehr; er soll wie geplant nur von Bussen genutzt werden. Der Feldweg am Neuen Redenhof ist breiter. Allerdings ist die Schotterpiste derzeit wegen der Bauarbeiten an der Bahnbrücke gesperrt. Bis zur Freigabe „werden wir uns intensiv Gedanken machen, ob es eine Möglichkeit gibt, den Feldweg zu nutzen“, verspricht der städtische Mitarbeiter Michael Damm (Fachbereich Verkehr). „Wir werden alle Optionen durchspielen.“ Auch die Region Hannover ist kompromissbereit. „Wir prüfen, was sich machen lässt“, verspricht Sprecher Klaus Abelmann.

Die Sanierung der Eisenbahnbrücke erreicht an diesem Wochenende ihren Höhepunkt. Gestern ist die 62 Tonnen schwere Stahlbrücke angeliefert worden. Heute wird ein 200-Tonnen-Kran die Hilfsbrücke entfernen, über die die S-Bahnen in den vergangenen zehn Monaten gerauscht sind, und die neue Konstruktion einsetzen. Dazu müssen die Oberleitungen abgeklemmt und Gleisstücke entfernt werden. „Die Arbeiten werden in solchen Fällen extra auf ein Wochenende gelegt, um die Beeinträchtigungen für die Fahrgäste möglichst gering zu halten“, so ein Bahnsprecher.

Die alte Brücke war 90 Jahre alt. Die Bahn rechnet mit Gesamtkosten von 1,7 Millionen Euro. Da nach der Brückenerneuerung die Straße im Tunnelbereich vertieft werden muss, ziehen sich die Arbeiten laut Bahn noch bis Anfang Mai hin.

Wegen der Bauarbeiten ist die S-Bahn-Strecke Springe-Weetzen an diesem Wochenende komplett gesperrt. Wer Richtung Hannover fahren möchte, muss auf den Bus umsteigen – und braucht eventuell Geduld: Der Schienenersatzverkehr benötigt für die selbe Strecke bis zu eine halbe Stunde länger. Dadurch erreichen Fahrgäste nicht die gewohnten Anschlussbusse, warnt die Regiobus. Das Anruf-Sammel-Taxi passt seine Abfahrtzeiten dagegen an. Die Bahntrasse wird am Montag um 4 Uhr wieder freigegeben.



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