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„Wir sind alle am Limit“

Springe. „Das Haus ist voll bis unters Dach“: Für den stellvertretenden Betriebsratsvorsitzenden Tim Schmelzer ist es unvorstellbar, dass das Springer Krankenhaus mit seinen 96 Betten irgendwann in den nächsten Monaten geschlossen werden soll. Ihm sei „schleierhaft, wo all die Patienten künftig versorgt werden sollen“.

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Wie die Ombudsleute heißen, die den angestrebten Dialogprozess vor dem Klinik-Aus begleiten sollen, hat Schmelzer ebenso wie seine Kollegen gestern aus der Zeitung erfahren. Seit der Regionsversammlung Mitte Dezember hätten weder die Regionsspitze noch die Geschäftsführung des Klinikum Region Hannover (KRH) etwas von sich hören lassen.

„Das ist für alle Mitarbeiter hier schwierig“, sagt Schmelzer. Die Zukunftsängste seien eine große psychische Belastung: „Wir sind alle am Limit.“ Trotzdem würden sich die Schwestern noch immer „für jeden Patienten drei Minuten Zeit nehmen – auch wenn sie eigentlich nur eine Minute haben. Wir geben alles“. Schmelzer hofft, dass die Belegschaft jetzt endlich mitgenommen, informiert werde.

Die Benennung des Völkseners Horst Callies als Ombudsmann sei eine gute Wahl: „Das ist eine absolut honorige Persönlichkeit.“ Er bedaure jedoch, dass Ex-Stadtdirektor Michael Fastabend, der als Schiedsmann im Gespräch war, „so früh verbrannt worden ist“.

Bürgermeister Jörg-Roger Hische gibt offen zu, dass er keine großen Erwartungen an den „Runden Tisch“ hat: „Normalerweiser unterhält man sich ja erst und trifft danach eine Entscheidung. Hier ist es leider umgekehrt.“ Er werde die Diskussionsrunden aktiv begleiten und versuchen, „für die Nachnutzung unseres Krankenhauses möglichst viel rauszuholen“. Die Springer seien dabei allerdings nur Gäste: „Die Klinik ist und bleibt im Eigentum der Region.“zett



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