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Wie das Dorfladen-Team die letzten Wochen vor der Eröffnung angehen will

„Wir haben viel Respekt vor der Aufgabe“

Altenhagen I. Wenn die Schaffung des Dorfladens ein Rennen wäre, würde in diesem Moment wohl jemand die Startpistole heben und den Finger an den Auslöser legen. Nur der Schuss, der kommt noch nicht; nicht so richtig. Die Macher warten noch auf Formalitäten, sagt Sprecher Andreas Baenisch. „Aber der Zeitplan steht.“ Soll heißen: Noch im August soll der Umbau starten, im Oktober die Eröffnung gefeiert werden.

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VON CHRISTIAN ZETT

Was noch fehlt: die endgültige Gründung der Betreibergenossenschaft. Nach Terminen in Hannover und nach intensiver Prüfung der Unterlagen befindet sich der Antrag auf dem Weg zur Hauptstelle des Dachverbands. Kommt von dort das Okay, werden die Altenhäger ins Genossenschaftsverzeichnis eingetragen. Und können damit eine ganze Reihe Dinge anschieben. „Wir sind dann endlich geschäftsfähig“, sagt Baenisch. Soll heißen: Aus dem Mietvertrag mit der Stadt soll ein Kaufvertrag über das frühere Verwaltungsgebäude abgeschlossen werden. Auch der aufwändige Umbau kann dann endlich in die Vollen gehen. „Für uns ist das alles nur eine Formalität“, betont Baenisch. Deshalb bereiten die Helfer schon jetzt alles vor: Nach dem Wochenende will man die für den Probebetrieb provisorisch eingerichteten Räume leeren. Danach werden die Handwerker der Initiative aktiv: Die Treppe muss verlegt und verkehrssicher gemacht werden, eine Verkaufstheke, Regale oder Ausstellungsflächen werden aufgebaut. Geplant werden wollen auch die Sitzpläne, erklärt Baenisch: „Hier sollen die Leute ja nicht nur einkaufen, sondern auch frühstücken und Kaffee oder ein Feierabend-Bier trinken. Das ist schon eine Herausforderung.“ Draußen soll das alte Gebäude ebenfalls modernisiert werden – nicht nur mit einem Ladenschild: „Es soll ein optischer Blickfang werden“, hofft Baenisch.

Später wollen sich die Laden- und Kneipenbetreiber auch um das obere Stockwerk kümmern: Hier soll ein öffentlicher Multifunktionsraum als Treffpunkt für die Dorfgemeinschaft entstehen. Und langfristig? Die Idee eines Dorfplatzes, eines zentralen Treffpunkts, haben die Beteiligten schon frühzeitig ins Gespräch gebracht: „Aber das liegt nicht alles in unserer Hand“, sagt Baenisch. Es müsse Gespräche mit Stadt und Ortsrat geben. Und ohnehin: Einen Schritt nach dem anderen wollen sie gehen. „Kurzfristig wollen wir Fuß fassen, die schwarze Null anstreben“, erklärt Baenisch. Mittel- und langfristig wolle man dann über Erweiterungen nachdenken: „Wir haben viel Respekt vor der ganzen Aufgabe“, betont er. Und: „Ich bin froh, dass wir alles langsam von unten wachsen lassen.“

Auch bei der Stadt betrachtet man die Aktivitäten mit Wohlwollen. Die Verwaltung hat den Machern auch ohne Kaufvertrag erlaubt, Arbeiten vorzunehmen. Für Finanzchef Gerd-Dieter Walter ist die Übernahme durch die Bürger gar ein Modellfall für den Wunsch, ungenutzte Gebäude abzustoßen: „Wir haben absolut keine Verwendung dafür. Was jetzt passiert, ist ideal.“



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