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Winterfütterung für Vögel: Rudolf Krause gibt Tipps

SPRINGE. Der Naturschutzbund Springe wird derzeit geradezu überrollt von Anfragen, in denen die Menschen nach gezielten Tipps für eine artgerechte Winterfütterung der Vögel fragen. Und das nicht ohne Grund: Immerhin spielt auch die drohende Vogelgrippe eine große Rolle.

Kleine Futterhäuser sind besser, da diese nicht so schnell verschmutzen. Foto:Juana Kreßner / pixelio.de
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Sandra Hermes Redakteurin zur Autorenseite

Rudi Krause, stellvertretender Vorsitzender des Nabu Springe, mahnt daher auch zur äußersten Sauberkeit. „Am besten ist es, wenn keine Massenfutterplätze eingerichtet werden. Sie begünstigen die Verbreitung von Krankheiten“, erklärt der Naturschützer. Besser als große Futterhäuser und Futtertrichter seien Kleinfutterhäuser, in denen das Futter trocken nachrutschen könne und dabei gegen Verschmutzung geschützt sei. „Ansonsten besteht die Gefahr, dass zu viel Dreck entsteht und sich Kot unter das Futter mischt“, sagt Krause. Das könne gesundheitliche Auswirkungen für Mensch und Tier haben.

„Viele Menschen möchten zufüttern, weil die Vögel bei Winterwetter einen höheren Energiebedarf haben, den sie in unserer Landschaft kaum mehr decken können“, sagt Krause. Um ihnen die Winterfütterung zu erleichtern, hat der Naturschutzbund Tipps zur Winterfütterung zusammengestellt:

Bei der Fütterung dürfen auf keinen Fall Speisereste verwendet werden – am gefährlichsten sind gesalzene Speisen. Daher sollte man artgerechtes Futter für die Vögel verwenden: Energiereiche Samen und Nüsse sind am besten geeignet. Dazu zählen unter anderem Hafer, Maisflocken, Sonnenblumenkerne und ungesalzene Erdnüsse. Damit zum Beispiel die Feinfresser wie Rotkehlchen, Heckenbraunelle und Erlenzeisig nicht ausgeschlossen werden, sollten keine ausschließlichen Fütterungen mit nur einer Futtersorte erfolgen. Fettblöcke und –Kolben sind hervorragende Energiebomben für Meisen und andere Vögel. Es gibt sie in verschiedenen Varianten, auch mit Insektenanteil.

Bei dem Kauf von Futtermischungen oder Fettblöcken sollte man unbedingt auf das Haltbarkeitsdatum achten und keine ranzige Ware einsetzen.

Futterhäuser sollten abends befüllt werden, da die Vögel bereits in der sehr zeitigen Morgendämmerung einen großen Energiebedarf haben. Ganz wichtig: Futterstellen sollten niemals mit Seife oder Chemikalien gereinigt werden. Stattdessen bietet es sich an, nur warmes Wasser und gegebenenfalls eine Bürste zu verwenden. Die beste vorausschauende Winterfütterung ist ein naturnaher Garten. Unter altem Laub finden die Vögel ebenso Insekten und Spinnen wie in Stängeln, zudem bieten Beeren und Früchte einen lange gedeckten Tisch.

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