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Am Straßenrand türmen sich die Schneemassen / Viele Blechschäden / Kein Schulausfall

Winteranfang – Parken wird zum Kunststück

Springe (ric/jemi). Kalenda-risch ist er schon drei Wochen da, gefühlt sowieso: der Winter, morgen um 0.38 Uhr beginnt er. Dann zumindest astronomisch. In Springe haben sich die Menschen inzwischen weitestgehend auf ihn eingestellt. Und doch sind die Schneemassen zum Problem geworden.

Im Dauereinsatz: Manfred Schröder (l.) und Gerd Möller räumen einen Behindertenparkplatz an der Bahnhofstraße frei, ein weiterer

Helge Becker macht das, was viele gerade tun, um ihrer Pflicht als sorgsame Hauseigentümer nachzukommen: Er schippt morgens den Schnee vom Gehweg vor der Tür weg. „Langsam weiß ich nicht mehr, wo ich damit hin soll“, sagt der Springer. Räumfahrzeuge haben heute bereits ganze Arbeit geleistet. Eine Folge: Teilweise mannshoch türmen sich die Berge an den Straßenrändern. Besonders in den Hanglagen ist in manchen Seitenstraßen praktisch kein Durchkommen mehr. Als noch größeres Problem gestaltet sich momentan aber weniger das Fahren als das Nicht-Fahren: Die Parkplatzsuche gleicht einem Glücksspiel. Einige Mitarbeiter der Stadt sind daher extra in der Mission unterwegs, Stellplätze wieder herzustellen. Dafür rücken sie mit Schaufelbagger und Lastwagen an. „Der Schnee wird auf die Festwiese am Hallenbad gefahren“, sagt Gerd Gennat aus dem Tiefbauamt. Ein paar der Kollegen vom Bauhof haben die Nacht zu Montag durchgearbeitet, um zumindest die Hauptverkehrswege freizubekommen, abends dann mussten sie wieder ran.

Die Polizei Springe muss ebenfalls häufiger ausrücken. Allerdings setzt sich der erfreuliche Trend der vergangenen Wochen fort, sagt der Leiter des Einsatz- und Streifendiensts, Lutz Fricke: „Es passieren zwar mehr Unfälle – allerdings ohne schwerwiegende Folgen.“ Zum Glück seien noch keine Menschen in Springe ernsthaft verletzt worden. Zugenommen haben in den vergangenen Tagen auch Wildunfälle, berichtet Fricke.

Der Unterricht in den Springer Schulen fand gestern ohne Ausfälle statt. Nur wenige Schüler konnten den Schulweg wegen der Witterung nicht zurücklegen. Zum Teil kam es zu Verspätungen.

Mit kalter Watte umhüllt: An der Rosenstraße stehen Dauerparker, ansonsten gibt es kaum Möglichkeiten, den Wagen an die Seite zu
  • Mit kalter Watte umhüllt: An der Rosenstraße stehen Dauerparker, ansonsten gibt es kaum Möglichkeiten, den Wagen an die Seite zu fahren.
Mit vereinten Kräften: Auf dem Parkplatz der Realschule kommt die Fahrerin dieses VW Polo nicht mehr ohne fremde Hilfe weg.
  • Mit vereinten Kräften: Auf dem Parkplatz der Realschule kommt die Fahrerin dieses VW Polo nicht mehr ohne fremde Hilfe weg.
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