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Windkraft-Verfahren überflüssig? Postrach ist verärgert

SPRINGE/LÜDERSEN. War die Klage gegen die nun vom Oberverwaltungsgericht Lüneburg gekippten Windkraftpläne der Region überflüssig? Bürgermeister Christian Springfeld (FDP) sagt ja – und zieht damit den Unmut von SPD-Ratsfrau und Lüdersens Ortsbürgermeisterin Ursel Postrach (SPD) auf sich.

Foto: Archiv/Scheffler

Vor Lüdersen war eine große Fläche für Windräder vorgesehen – die man auch mit dem neuen Flächennutzungsplan hätte verhindern können, glaubt Springfeld. Postrach widerspricht: „Wie wäre das Urteil des OVG wohl ausgefallen, wenn die Räte und Bürgermeister der anderen Kommunen so wie Herr Springfeld gedacht und sich nur auf die Aufstellung neuer Flächennutzungspläne verlassen hätten?“

Postrach war selbst nach Lüneburg gefahren, um die mündliche Verhandlung vor Gericht zu verfolgen: „Die Verfahrensfehler bei der Aufstellung des Raumordnungsprogramms waren lang“, sagt sie. Und: Die Richter hätten darauf hingewiesen, „dass auch die hohe Anzahl an Normenkontrollverfahren zu dem Urteil beigetragen hat“. Soll heißen: je mehr Verfahren, desto besser – insgesamt waren elf Klagen anhängig, von denen vier exemplarisch verhandelt wurden: „Vielleicht sollte sich die Stadt mal bei dem Personenkreis der Klageführenden bedanken“, fordert Postrach. Die nun gewonnene Zeit müsse man sinnvoll nutzen, um den Klimawandel voranzutreiben: Es gelte, die Regionspolitik davon zu überzeugen, dass dieser nicht immer nur mit Windkraft zu stemmen sei – um das neue Programm nicht wieder „mit der heißen Nadel“ zu stricken.



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