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Erster Stadtrat Aden sieht Springe für die Energiewende gut aufgestellt

Windkraft: Verwaltung will weitere Flächen im Stadtgebiet prüfen

Springe. Atomausstieg für städtische Gebäude? Erledigt. Eigenen Versorger gegründet? Erledigt. Doch auch wenn Springe in Sachen Energiewende aus Sicht des Ersten Stadtrats Hermann Aden „insgesamt gut aufgestellt“ ist: Mehr geht immer. Und mehr, das könnte in diesem Fall die Windenergie sein. Im kommenden Jahr will die Verwaltung neue Standorte prüfen. Grundsätzlich werde dabei das gesamte Stadtgebiet mit einbezogen, so Aden.

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Christian Zett Redaktionsleiter zur Autorenseite

Denn der bisher einzige Springer Windpark zwischen Gestorf und Bennigsen stößt wie berichtet an seine Kapazitäten: Seit dort vor einiger Zeit drei weitere Windräder errichtet wurden, ist die Fläche voll. „Es gehört zu unserer Arbeitsplanung für das kommende Jahr, dass wir uns Gedanken über eine Erweiterung machen“, sagt Aden. Soll heißen: Die Stadt könnte weitere sogenannte Vorrangflächen für Windkraft ausweisen.

Das könne sowohl „an Ort und Stelle“ geschehen – also nahe dem aktuellen Areal – als auch an einer anderen Stelle im Stadtgebiet. Dass sich nur wenige Gebiete für Windkraft eignen, ist aus Adens Sicht inzwischen technisch überholt: Bei der neuen Räder-Generation mit einer Höhe von über hundert Metern sei es weniger wichtig, wo genau sie hingebaut werden. Dass es bei der Flächensuche trotzdem Tabus geben wird, weiß Aden: „Der Deisterkamm wäre technisch natürlich prima – aber niemand käme auf die Idee, dort ein Windrad hinzubauen.“

Ein Limit ist in Springe aber auch beim Thema Solarenergie erreicht – zumindest, was die Dächer öffentlicher Gebäude angeht. „Zumindest mit der aktuellen Technik sind wir erst mal an der Grenze der Tragfähigkeit“, sagt Aden. Erst wenn die Solarmodule wieder leichter werden, könnten sich etwa zum Schulzentrum Süd weitere Flächen dazugesellen.

Trotzdem bleibt die Sonnenenergie ein Thema: „Die Stadtwerke verfolgen den kontinuierlichen Wunsch, Privatleute und Firmen bei der Installation von Anlagen zu unterstützen“, erklärt Aden.

Erst mal keinen Einzug in Springe wird das Thema Geothermie – auch eine erneuerbare Energie. Hierbei wird die in der Erde gespeicherte Wärme durch Tiefenbohrungen zugänglich gemacht und genutzt. Eine Option, die die Stadt auch bei der Grundschule Hinter der Burg erwogen hatte: „Aber wir hätten so viele und so tiefe Löcher bohren müssen, das hätte sich nicht mehr gelohnt.“

Zumindest einen Effekt der bundesweiten Energiewende sieht Aden nicht auf Springe zukommen: Die Stadt werde wohl nicht von den neuen großen Stromleitungstrassen, die quer durch die Republik führen sollen, berührt: „Da orientiert man sich eher an Hauptverkehrsachsen wie Flüssen und Autobahnen – wir sind da nicht im Weg“, sagt Aden. Dass schließlich auch das Biogas die Stadt weiter beschäftigen wird, daraus macht Aden trotz des Ärgers bei der jüngsten Anlage keinen Hehl: „Wir müssen auch bei diesem Thema am Ball bleiben. Wenn wir das nächste Mal auf die Politik zukommen, darf sich auch dann niemand verunsichern lassen.“



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