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Polizei plant erneute Deister-Kontrollen am Vatertag / Gemischte Gefühle bei Annaturm-Wirtin

„Wieder so friedlich wie im vergangenen Jahr“

Springe (zett). „Eine nachhaltige Aktion“ hatte die Polizei nach den Vatertagskontrollen im Deister vor einem Jahr angekündigt – und sie hat Wort gehalten: Auch am kommenden Donnerstag sollen wieder zahlreiche Beamte in dem Höhenzug Präsenz zeigen und verhindern, dass es zu Ausschreitungen wie etwa im Mai 2007 kommt.

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„Wir wollen, dass es in diesem Jahr so friedlich wird wie im vergangenen Jahr“, so Polizeisprecherin Edda Nöthel. Deswegen sei man wiederum mit einer nicht näher bezifferten Zahl Beamter vor Ort; ebenso wie mit einer Reiterstaffel. Ziel sei neben der Gewaltprävention auch die Verhinderung von Alkoholmissbrauch, insbesondere bei Jugendlichen. Die sollen, wenn sie aufgegriffen werden, entweder den Eltern oder der Rufbereitschaft der Regions-Jugendbehörden übergeben werden, erklärt Springes Jugendamtsleiterin Dagmar Wiese-Cordes. Eine lokale Bereitschaft wie im vergangenen Jahr soll es nicht mehr geben, da dort kein einziger Fall aufgelaufen war.

Auch Beamte aus Springe sollen an den Kontrollen beteiligt sein. Die Polizisten sollen sich im Bereich Annaturm/Nordmannsturm aufhalten. Koordiniert wird der Präventionseinsatz von der Polizeiinspektion Garbsen; die gleichzeitig auch am Steinhuder Meer ähnliche Kontrollen vornehmen will. „Wir konzentrieren uns auf beliebte Vatertags-Ausflugsziele“, erläutert Nöthel. Eines davon, die Kreuzbuche im Deister auf dem Gebiet der Stadt Barsinghausen, soll wie schon in den Vorjahren am Vatertag mit einem Aufenthaltsverbot belegt werden.

Die Polizei habe im Vorfeld Absprachen mit allen Deister-Kommunen getroffen – aber auch mit den Wirten der Ausflugs-Gastronomie, so Nöthel. Am Annaturm sieht Betreiberin Angelika Plinke dem Tag mit gemischten Gefühlen entgegen: Einerseits freut sie sich über die Kontrollen: „Vor zwei Jahren waren wir hier noch mutterseelenallein.“ Andererseits fürchtet sie, dass die Polizei den Weg zu ihrem Restaurant am Turm abriegelt, wenn es zu voll wird: „Dann kommen hier auch die anderen Gäste nicht mehr hoch.“ Unter Generalverdacht will sie die jungen Wanderer aber auf keinen Fall stellen: „Bis auf ein paar Ausnahmen sind die nett, da pöbelt auch keiner die anderen Wanderer an.“

So friedlich wie hier 2008 soll es dank großer Polizeipräsenz auch in diesem Jahr wieder rund um den Annaturm ablaufen.



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