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Deisterstadt trotzt dem Regionstrend / Kammer warnt: „Einige Zahlen mit Vorsicht zu genießen“

Wieder mehr Handwerksbetriebe in Springe

Springe (zett). Eigentlich könnte man sich freuen: Laut aktueller Statistik der Handwerkskammer Hannover (HWK) ist die Zahl der Betriebe in Springe im vergangenen Jahr gestiegen – sogar entgegen des regionalen Trends. Doch einige der Zahlen sind mit Vorsicht zu genießen – sagt zumindest Rosemarie Colberg, die für die Statistik verantwortlich ist.

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Unterschieden wird in dem HWK-Zahlenspiegel zwischen zulassungspflichtigen, zulassungsfreien und handwerksähnlichen Betrieben. Erstere dürfen nur mit einem Meisterbrief betrieben werden; zu ihnen zählen etwa Optiker, Bäcker, Maler und Dachdecker. In dieser Gruppe stieg die Zahl der in Springe registrierten Betriebe von 255 am 1. Januar 2008 auf 258 genau ein Jahr später. Im gleichen Zeitraum verloren sowohl die Region Hannover als auch der gesamte Handwerkskammerbezirk an Betrieben.

Auch bei den zulassungsfreien Unternehmen, die ohne Meistertitel arbeiten können (etwa Fliesenleger oder Schuhmacher), verzeichnet die Kammer für die Deisterstadt einen Anstieg von 44 auf 51. Doch in diesem Bereich gibt es laut Colberg nicht unbedingt Grund zur Freude: „Es kommt immer darauf an, welche Gewerbe das sind.“

So habe es nach Aufhebung des Meisterzwanges 2004 einen Zuwachs an Ein-Mann-Betrieben aus Osteuropa gegeben. Diese Handwerker arbeiteten oft nicht auf eigene Rechnung und stellten mit ihren Dumpinglöhnen eine „arge Konkurrenz zu etablierten Betrieben“, dar, so Colberg. Dritter erfasster Bereich bei der Kammer sind die „handwerksähnlichen Betriebe“. Unter diesem Titel werden beispielsweise Eisdielen oder Änderungsschneidereien geführt. Hier stieg die Zahl der Betriebe, ebenfalls entgegen des Regionstrendes, in Springe leicht von 35 auf 37 an.

Handwerksbetriebe in der Krise wetterfest

Auf NDZ-Anfrage wagte Colberg auch einen Blick in die kommenden Monate. Generell seien die Handwerksbetriebe in der Krise recht gut aufgestellt, so Colberg. Probleme gebe es allenfalls bei Zulieferern; insbesondere die Bauwirtschaft könne dagegen vom Konjunkturpaket II profitieren. In Springe hatte die Stadtverwaltung diese Zuschüsse sogar noch einmal aufgestockt.



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