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Wie Metall erlebbar wird

SPRINGE. Unter dem Motto „Vom Erz zum Herz“ können die Besucher in der Paradies-Schmiede von Andreas Rimkus ab sofort zehn Stationen des Metall-Erlebnispfades entdecken. „Am Ende sollen es 100 Stationen sein“, informierte Rimkus seine Besucher während der Eröffnung.

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Autor:

patricia szabo

Bei der Präsentation des neuen Projekts stellte er bereits einige Exponate und Stationen des Lehrpfads vor.

Der Erlebnispfad richtet sich in erster Linie an Kinder und Jugendliche. Je nach Zeit und Interesse können sie sich verschiedene Stationen zusammenstellen. Ziel des Projektes ist es, sich handwerklich, spielerisch, wissenschaftlich und künstlerisch mit dem Werkstoff Metall auseinanderzusetzen.

Und woher kommt eigentlich das Metall? Am Anfang steht das Eisenerz. Mit entsprechenden Exponaten erklärt Rimkus an einer Station den Ursprung des Stoffes. An einer anderen erklärt er, dass Hammer und Amboss nicht immer etwas mit der Schmiedekunst zu tun haben, sondern auch mit einem ziemlich wichtigen Sinnesorgan.

Aber auch Mitmachen ist erwünscht: Mit einer Metallschreibmaschine haben die Besucher, die Möglichkeit eigene Metallnamensschilder oder Amulette herzustellen. „Es ist mir wichtig, dass die Kinder und Jugendlichen hier ihre eigenen Ideen entwickeln können“, sagte Rimkus.

An einer Klangharfe können Besucher die Welt der Klänge entdecken. „Verschiedene Metalle klingen unterschiedlich, weil sie unterschiedliche Schwingungen erzeugen.“ Auch dem Feuermachen ist eine Station gewidmet. „Der Erlebnispfad eignet sich als außerschulischer Lernort, weil er Schlüsselerlebnisse bietet“, ist er sich sicher.

Rimkus bedauert, dass es viele Eltern gibt, die ihren Kindern die Metallgestaltung am Feuer gar nicht mehr zutrauen. „Die Erfahrung hat gezeigt, dass nichts passiert.“ Seit zwei Jahren kann man in Deutschland den Beruf des Schmieds lernen. Das war nicht immer so, vor 15 Jahren schaffte die Handwerkskammer die Ausbildung ab. Eine Schande ist dies, sagte Rimkus, der darin einen wichtigen kulturellen Bestandteil sieht.

Neben der Eröffnung hatte Rimkus auch noch ein Konzert organisiert: In der heimeligen Werkstatt hing ein leicht angestaubter Flammenduft und die Stücke von Paulo Bellinati, Georg Philipp Telemann, Leonard Cohen und eine Eigenkomposition von Christine Rimkus sorgten für Lagerfeuerromantik. Im Rahmen der Veranstaltung stellte der Hamburger Gitarrist Jonas Damm sein Projekt „Solo Quintett“ vor.



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