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Wie die Zukunft der S-Bahn in Springe die Gemüter bewegt

Völksen/Springe. Was die S-Bahn betrifft, gibt es viele Wünsche. In der Kernstadt. Und in den Ortsteilen. Mittel- und langfristig wird das wohl auch in Springe zu Konflikten führen – denn im Gegensatz zu der Vielzahl der Wünsche gibt es nur eine S-Bahnstrecke.

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Mischer

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Ralf T. Mischer Redakteur zur Autorenseite

Sigrid Hachmeister, SPD-Ortsbürgermeisterin in Völksen, hatte erst kürzlich die Sitzung des Planungsausschusses eigens für diesen Zweck unterbrechen lassen, um einen Bürger eine Frage stellen zu lassen. Es geht ums regionale Raumordnungsprogramm, genauer gesagt um die Zukunft der S-Bahnlinie 5, die durch Springe, Völksen und Bennigsen fährt. Nicht irgendeine Bahn, sondern die Bahn, die nach Hannover und Hameln führt. Viele Springer nutzen sie, um zur Arbeit zu fahren, oder zum Shoppen. Ein Thema also, das viele bewegt.

Im Raumordnungsprogramm steht dazu, dass geplant ist, auf dem Weg nach Hannover zwei zusätzliche Zwischenhalte einzurichten: In Hannover-Waldhausen und Hannover Braunschweiger Platz. Außerdem könnten weitere existierende Halte angefahren werden.

Die Verwaltung gibt der Region in ihrem Kommentar zum Raumordnungsprogramm mit auf den Weg, dass dadurch der Weg nach Hannover länger dauert, was wiederum die „Randlage“ der Stadt „verschärfe“. Katharina Jahn-von Rantzau von den Grünen sieht das anders. Sie hält die Verlängerung der Fahrzeit für „nicht ausschlaggebend“ für die Entscheidung. Und beantragte, den negativen Kommentar der Stadt zu den Regionsplänen zu streichen – mit Erfolg: Alle Ausschussmitglieder stimmten für die Streichung. Und damit indirekt auch für die zwei zusätzlichen Haltestellen.

Der Bau einer weiteren Haltestelle taucht im Programm auch noch an einer anderen Stelle auf: Langfristig plant die Region auch die Errichtung eines Haltepunktes Deisterpforte. Dessen Bau begrüßt die Stadtverwaltung ausdrücklich. Tatsächlich aber würde sich auch durch ihn die Fahrzeit nach Hannover verlängern – vom alten Springer Bahnhof aus gesehen. Da sind weitere Diskussionen wohl programmiert.

Auch Hachmeister meldete Ansprüche für Völksen an: Wenn die Gesamtfahrzeit womöglich länger wird, hält sie es für sinnvoll, dass der Sprinter auch in Völksen hält. Die Fahrzeit für Völksener werde dadurch geringer. Und auch Bürger aus anderen Ortsteilen könnten in Völksen am Bahnhof in den schnellen Zug nach Hannover einsteigen – und ihr Auto stehen lassen.

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