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Wie die Stadtwerke die wiederholten Stromausfälle erklären

SPRINGE. Und plötzlich war das Licht aus. Der zweite Stromausfall in einer Woche, der dritte in nur einem Monat. Dass Teile Springes am Sonntag erneut ohne Strom klar kommen mussten, war für viele Fußballfans besonders ärgerlich.

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Autor:

von Sandra Hermes

SPRINGE. Und plötzlich war das Licht aus. Der zweite Stromausfall in einer Woche, der dritte in nur einem Monat. Dass Teile Springes am Sonntag erneut ohne Strom klar kommen mussten, war für viele Fußballfans besonders ärgerlich: Denn eine Stunde vor Anpfiff der Partie Deutschland gegen Slowakei ging in vielen Haushalten gar nichts mehr: kein Fernseher, kein Internet, kein Telefon. Die Kommunikation zur Fußballwelt in Frankreich einfach abgeschnitten. Viele NDZ-Leser suchten sogar über Facebook nach einer Möglichkeit, doch noch irgendwo das Spiel sehen zu können.

Während bereits am 16. Juni zahlreiche Bürger in einigen Ortsteilen nachts für vier Stunden im Dunkeln saßen und nun auch noch am vergangenen Dienstag in weiten Teilen der Kernstadt sowie Alvesrode, Altenhagen I und Völksen der Strom ausgefallen war (Ursache war ein Defekt in der Trafostation Fünfhausenstraße), hieß es am Sonntag bei den Stadtwerken zunächst, das Unwetter sei schuld am erneuten Stromausfall.

Das wunderte viele Leser: Nachts zieht ein Gewitter über Springe hinweg und 14 Stunden später streikt der Strom? Auf erneute Nachfrage der NDZ teilte das Unternehmen gestern mit: „Verursacht wurde der Stromausfall am Sonntag durch Kabeldefekte sowohl im Mittelspannungsnetz zwischen der Station Zum Saupark und Am Anger in Alvesrode als auch zwischen der Station Am Kalkwerk und Niorter Straße.“ Vermutlich sei der Defekt auf den Stromausfall am vergangenen Dienstag zurückzuführen, heißt es weiter – quasi Spätfolgen.

Und wie geht es jetzt weiter? Müssen die Springer einen weiteren Stromausfall fürchten? „Nein“, sagt Lisa Burfeind, Sprecherin der Stadtwerke. „Die betroffenen Kabel werden diese Woche erneuert.“

Zurzeit werde das Netz grundsätzlich auf Fehler untersucht, dabei sollen gegebenenfalls ältere Abschnitte in das Investitionsprogramm aufgenommen und erneuert oder ausgebessert zu werden. Die regelmäßige Erneuerung des Netzes habe bei den Stadtwerken Priorität, damit Stromausfälle, wie sie in den letzten zwei Wochen in Springe passiert seien, sich nicht wiederholen könnten.

Die Stadtwerke untersuchen demnach nun insbesondere die Abschnitte, die bis vor kurzem Fehler verursacht haben und analysieren die Fehlerhäufigkeit bei den Kabeln dieser Bauart. Hauptsache, bei der Viertelfinal-Begegnung am Sonnabend läuft der Fernseher...

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