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Wie die kleine Feuerwehr Mittelrode plötzlich an eine große Spende kam

SPRINGE. Wäre nicht dieses Virus – der nächsten Jugendfreizeit der Feuerwehr Mittelrode würde nichts mehr im Weg stehen. Die Freiwilligen freuen sich über eine Spende von 5780 Euro – damit soll das in die Jahre gekommene Unterbringungszelt für die Kinder- und Jugendfeuerwehr ersetzt werden.

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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite
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Das Geld kommt von der Volksbank Hildesheim-Lehrte-Pattensen. Deren langjähriger Vorstand Reiner Lockhausen ist in diesem Jahr in den Ruhestand gegangen. Die große Abschiedsfeier fiel aus, stattdessen bat er langjährige Weggefährten und Geschäftspartner um eine Spende. 2890 Euro sind so zusammengekommen, „die Volksbank hat die Summe verdoppelt“, sagt Lockhausen, der den Scheck jetzt an Mittelrodes Ortsbrandmeister Torsten Tidow überreichte: „Das Geld sollte im Ort bleiben“, so Lockhausen, der selbst in Mittelrode wohnt. „Gerade die kleinen Löschgruppen sind mit Spenden nicht so gesegnet. Die müssen am meisten kämpfen.“

Mehr als jeder zehnte Mittelröder ist in der Feuerwehr aktiv

Gemessen an der Einwohnerzahl von knapp 300 ist die Mittelröder Wehr aber gar nicht so klein. Immerhin 36 aktive Kameraden zählt die Gruppe, hinzu kommen 14 Kinder und Jugendliche. „Das ist ja immer unser Argument, wenn es um die Zusammenlegung der Ortswehren geht“, sagt Tidow, der eigenständig bleiben möchte. „Wir sind keine bessere Wehr als die in Springe oder Eldagsen, aber wir sind vor Ort einfach näher dran und sehen, was los ist.“ Karl-Heinrich Rohlf, Ortsbürgermeister von Eldagsen und Mittelrode und langjähriger Ortsbrandmeister in Eldagsen, hob zudem „die soziale Komponente“ hervor: „Auf den kleinen Dörfern sind die Feuerwehren manchmal die einzigen Institutionen, die noch was machen. Ich habe mich richtig gefreut, als ich gehört habe, dass es so eine große Summe für so eine kleine Wehr gibt.“

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Neben den vielen aktiven hat die Ortswehr 90 fördernde Mitglieder. „Der Zuspruch vor Ort ist groß“, sagt Tidow. Auch das Mannschaftstransportfahrzeug der Ortswehr sei seinerzeit durch Spendengelder selbst beschafft worden, „die Spenden kamen fast ausschließlich aus dem Ort“.

Hoffen auf eine neue Fahrzeughalle

Der nächste Wunsch der Mittelröder Kameraden: eine neue Fahrzeughalle. Das mittlerweile 30 Jahre alte Löschfahrzeug passt zwar noch in die alte Garage, auch ein neues würde noch passen – die Standards der Feuerwehr-Unfallkasse erfüllt sie aber nicht mehr. Bedeutet: Ein neues Fahrzeug könnte nur beschafft werden, wenn zumindest die Aussicht auf eine neue Halle besteht. Immerhin: „Nächstes Jahr soll eine Machbarkeitsstudie gemacht werden, ob auf unserem Grundstück überhaupt eine Fahrzeughalle gebaut werden kann“, so Tidow.




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