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Wie die Hallerschipper mit Förderantrag auf Grund laufen

SPRINGE. Groß war das Lob für die Hallerschipper als Botschafter Springes. Wilfred Nikolay zückte sogar sein Handy und ließ Töne von „Wir sind der Shantychor der schönen Deisterstadt“ im Kulturausschusses erklingen. Schmunzeln in den Gesichtern. Aus dem Publikum der Kommentar: „Die brauchen eine neue Musikanlage“.

Der Antrag der Hallerschipper wurde abgelehnt.
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Katharina Weißling Redakteurin zur Autorenseite

Genau in diesem Punkt aber kassierten sie eine herbe Niederlage. Ihr Antrag auf Förderung einer solchen schaffte es zwar doch noch auf die Tagesordnung. Trotzdem wurde er abgelehnt und zwar auf ausdrückliche Empfehlung der Verwaltung hin. „Der entspricht so nicht den Förderkriterien“, hatte Fachbereichsleiter Clemens Gebauer zuvor dargelegt. Denn eigentlich sollten Kunstfördermittel dort eingesetzt werden, wo sie das künstlerische Leben erweiterten. Zum Beispiel in Form besonderer Veranstaltungen, die es sonst nicht gäbe. Materialförderung an sich sei nicht förderfähig.

„Ich halte das alles für ein bisschen Krampf“, sagte Nikolay dazu. So müssten die Hallerschipper irgendwelche Klimmzüge machen, um dann doch noch an ihr Ziel zu kommen. „Albern“ aus seiner Sicht. Genau diese Mühe aber hatte sich etwa die Musikschule gemacht.

Sie beantragte die Förderung eines Benefiz-Konzerts in Höhe von 2500 Euro mit dem Ziel, aus dessen Erlösen einen Flügel anzuschaffen. Dem Antrag wurde stattgegeben. Förderung in gleicher Höhe erhält auch Andreas Rimkus für die Durchführung des Projekts „Vom Erz zum Herz“, bei dem ein Metallerlebnispfad entstehen soll. „So ein Antrag macht viel Arbeit, inzwischen sind solche Vorgaben aber Usus“, bemerkte er im Anschluss.

Simone Oertel von der SPD sprach sich in der Debatte zwar dafür aus, tatsächlich wegzukommen von der sogenannten Posaunenförderung, regte aber auch an, die geltenden Richtlinien für Ausschuss und Antragsteller auch in Papierform für alle transparent zu machen.



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