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Wie der Betriebshof sich auf den Winter vorbereitet

SPRINGE. Astronomischer Winteranfang ist erst am 21. Dezember. Die rund 36 Mitarbeiter des städtischen Betriebshofes, die für den Winterdienst zuständig sind, haben aber bereits viel früher begonnen, sich auf die kalte Jahreszeit vorzubereiten.

Harm Jochim mit dem Radlader im Salzlager.Foto: MIscher
Mischer

Autor

Ralf T. Mischer Redakteur zur Autorenseite

Der Schnee kann kommen – und war ja, zur Überraschung vieler, bereits da, schon vor dem Winteranfang. Bislang lief alles gut.

Gerd Gennat vom Baudezernat hofft, dass das auch so bleibt. An Streumitteln jedenfalls soll es in diesem Jahr nicht mangeln: „Selbst wenn wir einen überdurchschnittlich harten Winter mit viel Schneefall bekommen, sollten wir damit über die Runden kommen.“ 800 bis 1000 Tonnen liegen derzeit im Lager des Betriebshofs neben dem Recyclinghof. Im besonders langen Winter des Jahres 2011 haben Gennat und seine Mitarbeiter zudem die Erfahrung gemacht, dass sich die Autofahrer in Springe relativ rasch an Schnee und Eis gewöhnen: Je länger der Schnee liegt, desto besser hätten sich die Verkehrsteilnehmer ihre Fahrweise auf die Bedingungen angepasst. Heißt konkret: Je länger das Schneewetter anhält, desto weniger Salz muss gestreut werden. Umgekehrt muss während der ersten Schneetage in der Regel etwas mehr gestreut werden. „Der erste Schnee versetzt Autofahrer in Panik und sie reagieren völlig unsicher“, ist Gennats Erfahrung.

Damit beim Umgang mit den Räum- und Streufahrzeugen alles glatt läuft, haben bereits im Herbst alle Mitarbeiter des Bauhofs trainiert, wie die Schneeräumer und Salzstreuer im Einsatz funktionieren, „es ist wichtig, dass da alle ein gutes Fahrgefühl bekommen“. Immerhin sind die Autos im Winterdienst, anders als im Sommer, immer voll mit Salz, einer Mischung aus Kalium- und Magnesiumsalzen, beladen. Dadurch – und durch den Schnee – ändern sich natürlich auch die Fahreigenschaften.

Über vier große Räumfahrzeuge verfügt die Stadt, dazu kommen kleinere Geräte und Maschinen. Alle Autos sind multifunktional einsetzbar, im Winter dienen sie als Lkw oder Straßenkehrer, im Winter erhalten sie je nach Bedarf Salztanks oder Kehrmaschinen oder einen Schneepflug. Gennat: Beim Unimog bleibt die Winterausrüstung in der Regel die ganze Saison über montiert: Der Einbau dauert bei diesem Fahrzeug lange. Der Unimog ist normalerweise als Zugfahrzeug im Einsatz, da stört der Salzstreuer nicht.

Beim Lkw, der ebenfalls im Schneedienst eingesetzt wird, benötigen die Mitarbeiter häufig die Ladefläche. Deshalb wird dort der Salzstreuer je nach Bedarf an- und abmontiert.



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