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Werbefilm des Landvolks: Björn Estorf spielt eine Hauptrolle

GESTORF/BERLIN. Björn Estorf gibt Niedersachsens Landwirten bei der „Grünen Woche“ ein Gesicht: Der Gestorfer ist einer von fünf Bauern, die für eine neue Image-Kampagne des „Agrarlands Nummer eins“ ausgewählt worden sind.

„Jeder kann nachfragen. Ich stehe dafür gerade, dass ich gute Lebensmittel abliefere“: Auf jedem Sack Kartoffeln, den Springes Bezirkslandwirt Björn Estorf (49) verkauft, stehen sein Name und seine Telefonnummer. Das betont er auch in dem Film „Echt
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Marita Scheffler Redakteurin zur Autorenseite

Er – und damit auch Springe – kommen in dem fünfminütigen Film, der vor drei Tagen auf der internationalen Agrar-Messe seine Premiere feierte, groß raus.

Es gebe keinen schöneren Beruf als den des Landwirts, sagt Estorf in dem Film und bekennt: „Wir haben eine von Gott gesegnete Gegend, die man einfach gern haben muss.“ Obwohl in dem Werbestreifen Sätze wie diese fallen, während grüne Wiesen, satte Weizenfelder und glückliche Tiere zu sehen sind, haben es die Macher geschafft, keinen Kitsch aufkommen zu lassen. Die gezeigten Bauern und ihre Familien wirken authentisch, sympathisch. Die Landschaften und gezeigten Höfe sind einfach blühend schön.

Auf Estorfs Hof, der schon seit knapp 400 Jahren ein Familienbetrieb ist, wurde im Oktober gedreht. Der Springer Bezirkslandwirt ist vor allem für seine Speise- und Pommeskartoffeln bekannt, baut aber auch Rüben, Weizen, Mais und Raps an. Als er gefragt wurde, ob er stellvertretend für die 28 000 Landwirte zwischen Nordseeküste und Harz in dem Film mit dem Titel „Echt grün – Eure Landwirte“ mitspielen wolle, zögerte er nicht lange: „Ich bin gerne Landwirt. Und ich stehe dazu.“

Ziel sei, die tägliche Arbeit der Bauern stärker ins Bewusstsein zu rücken und klar zu machen: „Wir machen Euch satt.“ Der Film des Landvolks will für ein neues, gesellschaftliches Verständnis für moderne und tierfreundliche Landwirtschaft in der Gesellschaft werben. Seit mehreren Jahren arbeiten die Bauern mit Kampagnen daran, ihr Ansehen zu verbessern. Der jetzige Film klärt auch auf: Die Landwirtschaft ist nach der Automobilindustrie der größte Arbeitgeber in Niedersachsen.

Dem 49-jährigen Estorf geht es darum, Vertrauen bei dem Verbraucher zu schaffen. Auf jedem Sack Kartoffeln, den er verkauft, stehen sein Name und seine Telefonnummer: „Jeder kann also nachfragen. Ich stehe dafür gerade, dass ich gute Lebensmittel abliefere.“

Zusammen mit dem Gestorfer Landwirtschaftsmeister stellt der Film vier Bauern aus dem Emsland, aus Brake, Hemmingen/Ohlendorf und dem Osnabrücker Land vor. Die ersten Reaktionen seien durchweg positiv gewesen: „Ein toller Film!“ Er selber habe dagegen nach dem ersten Anschauen kurz gezögert. Das Kamerateam verbrachte einen kompletten Tag mit ihm, „und dann ist das so viel Aufwand für ein paar Bilder...“, meint er lachend.

Zur Filmpremiere am Mittwoch in Berlin ist Estorf übrigens nicht gefahren: Die Arbeit auf seinem Hof war an dem Tag einfach wichtiger.

Der fünfminütige Werbefilm ist kostenlos zu sehen unter: www.eure-landwirte.de



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