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Wer kandidiert für die Kirche in Gestorf?

GESTORF. Am Ende des Abends stand die dringliche Bitte: Wer selbst möchte oder jemand kennt, der solle doch über die Kandidatur für den Kirchenvorstand nachdenken. Am 11. März des kommenden Jahres wird gewählt – und die Suche nach Freiwilligen wird auch in der Kirchengemeinde Gestorf nicht leichter.

Wer steht der Gestorfer Gemeinde vor? Die Verantwortlichen suchen Ehrenamtliche für den Kirchenvorstand. FOTO: ECKNER/ARCHIV

Autor

Horst Voigtmann Reporter

Ein Besuch bei einem Info-Abend, dessen Ziel auch die Suche nach Ehrenamtlichen war: Was macht er denn nun, der Kirchenvorstand? Er begleitet die Gottesdienste, trifft sich zu zehn Vorstandssitzungen im Jahr – und spricht dort über Probleme, Ziele, Projekte. In Gestorf haben die Kirchenvorsteher es auch übernommen, Gemeindeglieder zu runden Geburtstagen zu besuchen und in einem Bereich des Ortes den Gemeindebrief „Die Kirche im Dorf“ alle dreo Monate in die Briefkästen der Gemeinde zu stecken. Die Organisation des Sommerfestes und des Weihnachtsmarktes gestaltet der Kirchenvorstand gemeinsam mit den heimischen Vereinen.

Die Zusammenkunft diente auch der Bilanz der Vorstandsarbeit für die vergangenen Jahre: die überarbeitete Gestaltung des Gemeindebriefes, an dem neben Pfarrstelleninhaber Anselm Stuckenberg auch einige Kirchenvorsteherinnen mitwirken. Trotz aufwendiger Gestaltung könne das Heft dank der Anzeigenkunden immer noch kostendeckend gedruckt werden, so die Verantwortlichen. Sie erinnerten auch an die Erneuerung der Telefonanlage, bei der man in Kauf nehmen musste, dass Pfarramt und Kirchenbüro mit neuen Nummern ausgestattet wurden.

Um bei der Erneuerung der Uhrschlagglocke Geld zu sparen, hatte Gemeindepastor Stuckenberg sich selbst in schwindelnde Höhe begeben, um die alte Glocke zu vermessen. Inzwischen ist das neue Modell installiert.

Das Budget der Kirchengemeinde, es reicht nicht immer für diese und anderen notwendige Ausgaben aus. Deshalb habe man in den zurückliegenden Jahren immer mal wieder auf Ergänzungszuweisungen des Kirchenkreises zurückgreifen müssen – zum Beispiel bei Defekten der Heizung in der Kirche im Gemeindehaus. Dieser Schritt wird wohl auch erforderlich sein, wenn eine Be- und Entlüftungsanlage für die Kirche installiert wird, um den hohen Feuchtigkeitsanteil in der Luft in den Griff zu bekommen.

Gelegentlich hilft beim Etat aber auch die Arbeit der Gemeinde: So wurde der Gemeinderaum im Pfarrhaus in Eigenleistung renoviert.

Alle sechs Jahre bekommt die Kirchengemeinde Besuch. So auch in der zurückliegenden Legislaturperiode des Kirchenvorstandes: Superintendent Detlef Brandes wird allerdings die nächste Visitation in Gestorf nicht mehr leiten, denn er geht in den nächsten Jahren in den Ruhestand. Was die Kirchenmusik betrifft, so ist die Gemeinde auf einem guten Weg mit der neuen Organistin und Chorleiterin Christiane Schwerdtfeger. Sie deckt die Hälfte aller Orgeleinsätze in den Gottesdiensten ab – und der Chor hat Zuwachs durch junge Aktive und drei Männerstimmen erhalten.

Die alten und neuen Kirchenvorsteher werden sich aber auch um Themen für Gesprächsabende bemühen – und vielleicht um eine neue Anregung: die transparente Information darüber, was alles mit der Kirchensteuer finanziert wird.



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