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Weniger Zonen: GVH vereinfacht das Tarifsystem

SPRINGE. Neues im nächsten Jahr: Der Großraumverkehr Hannover (GVH) stellt ab 2020 sein Tarifsystem um. Statt vier gibt es nur noch drei Zonen, die Stadt Hannover wird zu einem Gebiet zusammengefasst. Für Schüler soll es zudem eine kostenlose Netzkarte geben.

Foto: dpa

Die Neuerungen bedeuten laut GVH für etwa 60 Prozent der Monatskarten-Nutzer keine Veränderung. Knapp ein Drittel soll sparen; etwa zwei Prozent draufzahlen – je nach dem, welche Zone und Karte sie nutzen. Wer etwa aus Springe (bisher Zone 4) mit Jahresabo in den äußeren Ring von Hannover (Zone 2) und damit durch drei Zonen gefahren ist, dürfte mehr zahlen. Nichts ändert sich, wenn man ohnehin bis nach Hannover-Mitte fährt. „Da wir die zwei Zonen innerhalb der Landeshauptstadt auflösen, wird die erste Fahrt durch den Mischpreis teurer – dafür können die Kundinnen und Kunden aber in der gesamten City fahren, auch bis mitten in die Innenstadt hinein“, so Regionsdezernent Ulf-Birger Franz.

Weniger bezahlen als bisher sollen Kundinnen und Kunden aus Springe, die gar nicht erst nach Hannover ein- und auspendeln: Für sie soll eine neue Monatskarte eingeführt werden, die ausschließlich für die Zonen außerhalb der Landeshauptstadt gilt und preislich sehr viel attraktiver sein soll. Die Karte kostet für eine Zonen 35 Euro und für zwei Zonen 50 Euro. „Bislang nutzen nur wenige Menschen für Fahrten innerhalb von der Umlandgemeinden eine Monatskarte. Wir möchten dies ändern“, sagt Ulf Mattern, Geschäftsführer des GVH.

Mattern und Franz stellten in dieser Woche auch eine weitere Neuerung vor: eine Ganzjahres-Netzkarte für Schülerinnen und Schüler. Die bisherige „Schulcard“ war nur in den Tarifzonen des jeweiligen Wohnortes bis zur Schule und nur während der Schulzeiten gültig.

Das neue Angebot, das die Region mit 50 000 Euro subventioniert, ist im gesamten GVH-Tarifgebiet gültig – und das ganze Jahr über, auch in den Sommerferien beispielsweise. Schon seit 2018 gibt es ein ähnliches Angebot, das allerdings 15 Euro pro Monat kostet.

Die Änderungen müssen noch von der Politik abgesegnet werden und sollen dann zum 1. Januar 2020 in Kraft treten.zett



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