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Nur noch 18 Einbürgerungen im Vorjahr / Meiste Antragsteller aus Syrien, Afghanistan und Türkei

Weniger Springer wollen Deutsche werden

Springe (zett). Fünf Jahre zuvor, da bemühten sich noch 46 Springer erfolgreich um die deutsche Staatsbürgerschaft. Doch die Zahl der Anträge auf Einbürgerung sinkt wieder stetig – die zwischenzeitliche Erholung nach der mehrfachen Verschärfung der Anforderungen scheint in der Deisterstadt wieder verpufft zu sein.


Hatten im Jahr 2009 noch 20 Ausländer die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten, waren es im Vorjahr nur noch 18 Personen und damit nur eine mehr als 2007 – das Jahr, in dem Sprachzertifikate und schärfere Anforderungen an die Straffälligkeit vorgeschrieben worden waren. Der zwölf Monate später eingeführte, stark umstrittene Wissenstest sorgt jetzt offenbar noch einmal für einen langfristigeren Rückgang der Zahlen – obwohl die meisten Kandidaten ihn bestehen.

Interessant ist ein Blick auf die Länder, aus denen die frischgebackenen deutschen Springer stammen. Denn während in der Regel mit der Türkei das Land ganz vorne liegt, das auch die meisten Ausländer in Springe stellt, landeten im Jahr 2009 Syrien und Afghanistan mit je sechs Personen auf dem ersten Rang. Aus der Türkei kamen in diesem Jahr nur zwei Eingebürgerte. Erst im vergangenen Jahr war die alte Reihenfolge wieder hergestellt: neun erfolgreiche Anträge kamen von türkischen Springern, die Ukraine stellte drei Bewerber. Und sonst? Weitere einzelne Anträge kamen von Menschen aus Brasilien, Griechenland, Litauen, Marokko, Vietnam oder Südafrika. Die Einbürgerungsurkunden werden seit Ende 2007 in einer Zeremonie vom Regionspräsidenten verliehen. Zehn bis 15 Mal im Jahr findet die Feier im Haus der Region in Hannover statt.



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