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Weniger Betriebe, dafür mehr Jobs in Springe

SPRINGE. Die Zahl der Betriebe, die sich in der Stadt Springe dem Wettbewerb stellen, ist seit 2006 gesunken. Umgekehrt ist aber die Zahl der Menschen, die bei Unternehmen am Deister arbeiten, gestiegen. Dieser Trend lässt sich anhand neuer Daten ablesen, die das Landesamt für Statistik veröffentlicht hat.

Foto: Archiv
Mischer

Autor

Ralf T. Mischer Redakteur zur Autorenseite

Während es im Jahr 2006 noch 1257 Betriebe gab, die in Springe angesiedelt waren, ist deren Zahl im Jahr 2010 auf 1241 gesunken. 2015 setzte sich dieser Abwärts-Trend fort – 1142 Unternehmen waren im Stadtgebiet gemeldet. 2017 sank die Anzahl weiter – und zwar auf 1134 Unternehmen.

Die meisten Firmen waren in Springe im genauer untersuchten Jahr 2016 im Bereich Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen angemeldet: 214 Unternehmen nämlich beschäftigten 1112 Menschen.

Knapp auf die Autobranche folgte das Baugewerbe – 158 Firmen waren in dieser Branche aktiv, dazu gehörten auch kleinere Handwerksbetriebe, die Aus- und Umbauten anbieten; 523 Beschäftigte fanden hier einen Job. Das dritte Standbein der Wirtschaft in Springe war zum Zeitpunkt der Erhebung der Bereich der freiberuflichen wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen. Dazu zählen etwa Steuerberater, Wirtschaftsprüfer aber auch Wirtschaftsberater, Firmenverwalter, Architekturbüros und Ingenieurbüros. 135 Betriebe waren in diesem Bereich 2016 gemeldet und beschäftigten 181 Arbeitnehmer. 97 Firmen waren im Gesundheits- und Sozialsektor gemeldet; sie sorgten aber für die meisten Arbeitsplätze in Springe: 1426 Menschen fanden im Jahr 2016 in dieser Branche Lohn und Brot – so viele, wie in keiner Anderen.

Bemerkenswert ist, dass trotz sinkender Unternehmenszahlen die Zahl der Jobs in Springe gestiegen ist – und zwar von 5544 sozialversicherungspflichtigen Jobs im Jahr 2006 auf 6419 Stellen im Jahr 2017. Heißt: Der Trend geht in Springe dahin, dass weniger Unternehmen mehr Jobs anbieten, pro Betrieb ist die Zahl der Angestellten also gewachsen. Die Zahl der Jobs im Wohnort ist übrigens fast in der gesamten Region gestiegen. Für Springe heißt dass theoretisch, dass mehr Einwohner direkt in der Kernstadt und den Ortsteilen arbeiten – und weniger nach Hannover oder Hameln pendeln müssen.

Laut einer Schätzung der Region pendeln aber dennoch rund 7000 Springer jeden Tag mit Bahn oder Auto in eine Kommune im Umland – und diese Zahl ist von 2016 auf 2018 sogar noch gestiegen. Dass sowohl die Zahl der Pendler als auch der in Springe beschäftigten steigt, dürfte allerdings auch damit zu tun haben, dass die Zahl der Springer ohne Job von 2012 bis 2018 stark gesunken ist.



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