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Weihnachtstanne auf dem Marktplatz sorgt für Kopfschütteln / Ortsbürgermeister will nachbessern

Weihnachtstanne auf dem Marktplatz sorgt für Kopfschütteln

SPRINGE. Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul, schon klar. Wie aber sieht es mit einem geschenkten Weihnachtsbaum aus? Im Fall der Tanne am Markt jedenfalls schlagen die Wellen gerade ziemlich hoch. Ortsbürgermeister Karl-Heinz Friedrich möchte für Abhilfe sorgen.

Der Baum steht bei den Springern in der Kritik: Das kahle Loch wirkt für die Meisten sehr trostlos. Foto: Mischer
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Sandra Hermes Redakteurin zur Autorenseite

Eines hört Marktmeister Peter Eicke derzeit regelmäßig: Beschwerden über den Christbaum auf dem Marktplatz. Und auch er selbst hält mit seiner Meinung über die Tanne nicht hinterm Berg: „Wer da vorbeigeht, fragt sich doch, wie man so etwas aufstellen kann“, sagt er. Und er wundert sich darüber, dass der unten komplett kahle Baum überhaupt ausgesucht worden ist. „Optisch ist er jedenfalls des Marktplatzes nicht würdig“, findet der Marktmeister. Und hofft auf Konsequenzen.

Auch Ortsbürgermeister Karl-Heinz Friedrich gibt zu: „Ich will da gar nichts beschönigen. Nur: Ursprünglich sah er besser aus.“ Ursprünglich? „Das Technische Hilfswerk musste beim Aufstellen zahlreiche Äste abschneiden, weil die Tanne sonst nicht in den Ständer gepasst hätte“, erklärt Friedrich. Mit dem Kran des Fahrzeugs musste der etwa Achtmeter hohe Baum zunächst in die Höhe gehoben, von der Ladefläche an die richtige Stelle gehievt und rechteckig gesägt werden, damit der Baum in den Ständer passte. Keine einfache Aufgabe. „Dass die eine Seite so kahl war, habe ich nicht gesehen. Ich vermute, dass der Baum beim Reinsetzen noch mal hochgezogen und dann gedreht werden musste“, sagt der Ortsbürgermeister. Dadurch komme die kahle Stelle jetzt noch besser zur Geltung. Wenn auch ungewollt. Und den Baum jetzt noch mal herausnehmen zu lassen, um ihn zu drehen, koste einfach zu viel Geld, so Friedrich.

„Wir versuchen aber alles, um den Baum zu retten“, sagt er. Wir – damit meint er sich und Wilko Struckmann, Chef des Werbe- und Informationsrings. Auch er sagt ganz ehrlich: „Ich finde den Baum nicht schön.“ Er sei auch permanent Thema in seiner Alten-Deister-Apotheke. „Natürlich sprechen die Leute mich darauf an, das ist irgendwie auch verständlich. Die Tanne ist aktuell Gesprächsthema Nummer eins.“

Struckmann versucht es, positiv zu sehen: „Man darf nicht vergessen, dass es sich nicht um ein Kunstwerk handelt, sondern um Natur. Er ist vielleicht nicht schön, aber selten und damit besonders“, erklärt der Apotheker. Trotzdem wünscht er sich, dass die kahle Stelle besser kaschiert wird. „Ich habe jetzt goldene Kugeln bestellt, die wir an den Baum hängen werden und unser Ortsbürgermeister hat ebenfalls schon mit einem kleineren Baum und mit goldfarbenen Papier versucht, das Loch zu stopfen“, so Struckmann.

Doch so einfach scheint das Vorhaben nicht zu sein. Erst am Freitag musste sich der Ortsbürgermeister erneut ärgern. „Weil Markt ist, wurde der kleine Tannenbaum einfach aus seinem Kübel gerissen, damit Platz für die Verkaufswagen geschaffen werden konnten.“ Er werde jetzt stets darauf Acht geben, dass die Lücke vor dem Tannenbaum ordnungsgemäß gefüllt sei, so Friedrich.

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