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Weg zugewuchert: Grundstücksbesitzer aus Alvesrode reagiert nicht

ALVESRODE. Seit einem Jahr versucht der Ortsrat Alvesrode auf einen Grundstücksbesitzer einzuwirken, dessen wuchsfreudige Büsche einen Stichweg immer schmaler machen. Auch die Stadt ist eingeschaltet. Sie prüft mittlerweile, ob der Bauhof ausrücken muss – auf Kosten des Grundstücksbesitzers.

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Marita Scheffler Redakteurin zur Autorenseite

Die zugewucherte „Reke“ erhitzt in Alvesrode die Gemüter. Beim Ortsrat laufen immer mehr Beschwerden über den Zustand des Weges auf, die Stadt ist eingeschaltet. Die Lage bessere sich aber nicht, sagt Ortsbürgermeister Wolfgang Nickees, der jetzt ein härteres Durchgreifen von der Verwaltung fordert.

Bei der so genannten „Reke“ handelt es sich um einen Stichweg, der die Straßen „Vor dem Holze“ und „Vor der Höhe“ verbindet. Auch eine kleine Brücke gehört zu der Strecke. Der Weg sei stellenweise so zugewachsen, dass man ihn mit einem Kinderwagen, einem Rollstuhl oder einem Rollator nicht mehr benutzen könne, sagt Nickees. „Weil das die Abkürzung zum Friedhof ist, sind viele Ältere aus unserem Dorf betroffen.“ Die Beschwerden häuften sich.

Vor wenigen Wochen sei ein älterer Fahrradfahrer auf dem Weg gestürzt. „Und die nächsten Unfälle sind vorprogrammiert“, sagt Nickees. Mit der Stadt stehe er wegen des Problempunktes seit über einem Jahr im Kontakt, auch in den Ortsratssitzungen im März und im Mai wurde das Thema angesprochen.

Stadt stellt bei Kontrolle „erheblichen Überwuchs“ fest

„Die Stadt hat angeblich alle Hebel in Gang gesetzt“, sagt der Ortsbürgermeister. „Dass trotzdem nichts passiert, ist nicht mehr tragbar. Es kann doch nicht sein, dass ein Eigentümer sowas am Ende aussitzt.“ Notfalls müsse der Bauhof den Weg freischneiden – auf Kosten des Grundstücksbesitzers, fordert Nickees.

Das stehe tatsächlich als letztes Mittel im Raum, sagt Ordnungsamtsleiter Karsten Kohlmeyer. Ganz so weit sei das Verfahren, das mit Fristen belegt ist, aber noch nicht.

Kohlmeyer kann den Ärger vor Ort verstehen: „Bei unseren Kontrollen wurde erheblicher Überwuchs festgestellt.“ Wegen eines Personalwechsels „ist das Verfahren aber länger liegen geblieben, als uns lieb ist“. Bei aller Kritik sei auch wichtig, zwischen einer Hauptverkehrsstraße und einem Schleichweg zu unterscheiden: „Wir müssen immer Prioritäten setzen.“

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