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Wasserverband und Stadt: Wie geht es weiter?

ALTENHAGEN I. Es knirscht zwischen Bürgermeister Springfeld und dem Wasserbeschaffungsverband Mühlenbachtal. Nun soll ein gemeinsamer Termin die Lage klären. Springfeld spricht in einem Schreiben auch von „Wasserrohrbrüchen“ und „Wasserverlusten“.

Alles in Ordnung mit den Trinkwasserleitungen? Zwischen Bürgermeister Christian Springfeld und dem Wasserbeschaffungsverband Altenhagen I hatte es Differenzen gegeben. Nun soll ein Ortstermin die Situation klären. foto: dpa
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Christian Zett Redaktionsleiter zur Autorenseite

Er wünsche sich mehr Investitionen vom Wasserbeschaffungsverband Mühlenbachtal – und hoffe, dass man sich dort „Rat und Tat bei einem starken Partner holt“. Das hatte Bürgermeister Christian Springfeld am 1. März in der NDZ gesagt.

Der Verband, der Altenhagen I sowie Hachmühlen und Brullsen mit Wasser versorgt (überall anders im Stadtgebiet tun das Purena und die Stadtwerke), reagierte: Verbandsvorsteher Maik Schaumäker betonte gegenüber Springfeld, der Verband stehe großen Versorgern wie Purena in Sachen Investitionen und Sicherheitsmanagement in nichts nach. Springfeld erklärt jetzt in einem Schreiben an Schaumäker, ihn habe die Sorge getrieben, ob ein kleiner Verband „angesichts des teilweise offen zutage tretenden Investitionsbedarfs (Wasserrohrbrüche, Wasserverluste) mit ehrenamtlichen Strukturen einen so großen Aufwand bewältigen könne“.

Schaumäker, so Springfeld weiter, habe ihn auf Kooperationen mit anderen Wasserbeschaffungsverbänden verwiesen, mit denen Investitionsplanungen und ein Sicherheitsmanagement „auf einem vergleichbaren Niveau“ mit größeren Versorgern wie Purena oder Stadtwerke möglich seien. Gleichzeitig, so der Bürgermeister, seien noch Fragen offen: So habe Schaumäker ihm erklärt, der Bau von Wasserleitungen sei zwingend mit der Erneuerung von Straßen durch die Stadt verbunden: Seine Ingenieure hätten dagegen, so Springfeld, erklärt, „dass der Wasserleitungsbau in 1,20 Meter Tiefe gänzlich unabhängig vom Straßenbau“ sei.

Diese Unklarheiten zu beseitigen – und ihre grundsätzliche Debatte um die Leistungsfähigkeit des Wasserbeschaffungsverbands Mühlenbachtal zu vertiefen: Diese Ziele verfolgen Springfeld und Schaumäker nun bei einem gemeinsamen Ortstermin: Am Freitag, 22. März, will der Verbandsvorsteher dem Bürgermeister die technischen Anlagen und das Versorgungsgebiet näher erläutern.

Neben Altenhagen I kümmert sich der Beschaffungsverband ehrenamtlich auch um die Netze in Hachmühlen und Brullsen – beide Orte gehören zur Stadt Bad Münder. Insgesamt werden so etwa 3000 Haushalte versorgt. Altenhagen I ist damit der einzige Springer Ortsteil, der sein Wasser nicht aus Brunnen von Purena bezieht. Purena und Stadtwerke kooperieren in Springe seit 1. März: Während sich Purena um das Netz kümmert, übernehmen die Stadtwerke die Kundenbetreuung.



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