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Nach Problemen mit dem Niederschlag ist das Regenrückhaltebecken inzwischen fast fertig

Wasser marsch!

Altenhagen I. Nach mehr als fünfmonatiger Bauzeit ist das Regenrückhaltebecken am Ortsrand von Altenhagen kurz vor der Fertigstellung. Dabei hatte es über einen längeren Zeitraum Probleme gegeben – durch zu viel Wasser.

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Autor:

VOn Markus Richter

Karl Siemen und seine Mitarbeiter können durchatmen. Der Chef des Landschaftsbauunternehmens aus Bad Münder hatte das Projekt federführend übernommen und einen Subunternehmer engagiert. Während sich die Firma Siemen mit den Erdarbeiten und der Gestaltung des Areals neben der B 217 beschäftigte, sorgte Prima Bau für notwendige Verrohrung und Abflüsse. „Das Wetter machte uns Probleme“, zieht Siemen Bilanz. Die Leitungen mussten fünf Meter tief verlegt werden. Durch starke Niederschläge im Frühjahr und -sommer war die Standfestigkeit der Baugruben gefährdet, immer wieder drohten Erdrutsche. „Das Wasser kam von allen Seiten.“ Doch diese Arbeiten seien letztlich erfolgreich abgeschlossen worden. Ein Testlauf brachte dann auch ein positives Ergebnis: Das Becken kann im Fall eines Hochwassers bis zu 2635 Kubikmeter fassen – es ist so groß wie ein Fußballfeld. „Die Architekten sind begeistert“, sagt Siemen.

Das Projekt wurde im Frühjahr begonnen. Seine Größe ist selbst für die Profis eine Besonderheit. „Das macht man nicht alle Tage“, ist der Landschaftsbauer überzeugt. Heute sollen die ausstehenden Erdarbeiten abgeschlossen sein. Zuletzt wurde die Zufahrt hergestellt.

Die Stadt kaufte das Gelände neben der Firma Pfau. Die Politik hatte nach wiederkehrenden Hochwasserproblemen grünes Licht gegeben. Vom Becken am Nesselberg kann das gesammelte Wasser nun durch einen 104 Meter langen Kanal abfließen – den Hang hinunter, unter der Bundesstraße hindurch bis zum Sedemünder Bach. Für das Team von Prima Bau stellte auch das Gefälle eine besondere Herausforderung dar: Es galt, die Fließgeschwindigkeit auf das vorgeschriebene Maß zu reduzieren. Und darum musste der erste Abfluss eben fünf Meter tief liegen – was zu besagten Problemen führte.

Geschäftsführer Klaus Bunkowski macht drei Kreuze, wenn alles fertig ist: Für ihn ist die Großbaustelle die letzte Herausforderung seines Berufslebens: Im Anschluss geht der erfahrene Polier nämlich in den Ruhestand.



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