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Blick in die Bilanz: So teuer sind Gebäude, Straßen, Denkmäler / Drei Millionen Euro auf dem Konto

Was kostet die Stadt?

Springe. Ein Schulzentrum? Macht 7 Millionen Euro. Oder brauchen Sie eher eine Straße in der Kernstadt, nur leicht gebraucht? Dann sind Sie schon mit einer Million dabei. Die Stadt hat in dieser Woche ihre Eröffnungsbilanz vorgelegt. Und die zeigt auch, was die Besitztümer der Stadt eigentlich so wert sind – zumindest zum Stichtag 1. Januar 2010. Ein Überblick.

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Christian Zett Redaktionsleiter zur Autorenseite

Gebäude: Das teuerste Gebäude in Händen der Stadt ist das Schulzentrum Süd. Es war zu Beginn der Sanierung noch 7,03 Millionen Euro wert. Direkt nach dem Bau hatte der Komplex noch geschätzte 16,7 Millionen Euro gekostet – der Rückgang erklärt sich durch natürlichen Wertverlust, aber auch durch Gebäudeschäden. Auch auf den Plätzen danach landen Schulgebäude: Das Schulzentrum Nord schätzte die Dekra im Auftrag der Stadt auf 4,4 Millionen Euro (Ursprungswert 10,4 Millionen); die Grundschule Hinter der Burg auf 4,17 Millionen (6,5). Zum Vergleich: Das Hallenbad ist noch 2,8 Millionen Euro wert, das Rathaus 1 Million Euro (vor Sanierung). Insgesamt unterhält die Stadt 199 Gebäude, bis hinunter zum Buswartehäuschen. Sie alle sind 103 Millionen Euro wert.

Straßen: Sie gehören zur Infrastruktur der Stadt – genau wie die Kanäle. Zu den aktuell wertvollsten Fahrbahnen zählt dabei der erst 2008 freigegebene Hamannsbruch. Er würde heute noch knapp über eine Million Euro kosten. Es folgen die ebenfalls noch recht zeitnah sanierte Warener Straße (716 000) und die Dorfstraße in Holtensen (595 000). Teuerste Investition zum Zeitpunkt des Baus war der Bereich Tivolistraße: Hier bezahlte die Stadt damals 1,26 Millionen Euro. Im Preis der Straßen sind übrigens der Einfachheit halber auch die Bäume enthalten.

Maschinen und Fahrzeuge: Dominiert wird diese Kategorie vom Fuhrpark des Bauhofs und der Feuerwehr. Eine der teuersten noch existierenden Anschaffungen ist dabei der Drehleiterwagen der Feuerwehr Springe, den die Stadt für das Jahr 1992 mit einem Preis von 410 000 Euro verbucht. Heute ist er nur noch 80 000 Euro wert. Zu den aktuell höchstpreisigen Fahrzeugen gehört der neue Wagen für Eldagsen (147 000 Euro). Das 2011 angeschaffte Fahrzeug für Gestorf taucht offiziell in der Eröffnungsbilanz noch nicht auf.

Betriebsausstattung: Dieser Bereich hat tausende Einzelposten – denn hier listet die Stadt jede Laterne, jede Ampel auf, die sie besitzt. Gezählt werden aber beispielsweise auch die Becken der Freibäder: War das in Eldagsen vor 28 Jahren noch 319 000 Euro wert, brächte es heute nur noch 62 000 Euro.

Kunst und Kultur: Auch musische Besitztümer hat die Stadt – etwa die Otto-Hahn-Büste am OHG, aber auch das Haller-Denkmal am Osttangenten-Kreisel. Gesamtwert der Kunstwerke: 192 000 Euro.

Bargeld und Konten: So wie Sie hat auch die Stadt für alle Fälle ein bisschen Geld zuhause liegen – in diesem Fall im Rathaus – und noch mehr auf Bankkonten. Zum 1. Januar 2010 verfügte die Verwaltung über 3 Millionen Euro an sogenannten liquiden Mitteln.

Unter dem Strich: Mit allen Grundstücken, Gebäuden, Beteiligungen und anderen Werten kommt die Stadt auf eine Bilanz von 180 Millionen Euro.



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