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Kinder und Erwachsene gehen im Volkspark auf Fledermaus-Expedition

Was flattert denn da?

Fledermäuse haben etwas Magisches und Geheimnisvolles – und das fasziniert die Menschen. So sehr, dass sie sich schon mal die Nächte - fast - um die Ohren schlagen.

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VON REINHOLD KRAUSE

SPRINGE. Fledermäuse haben etwas Magisches und Geheimnisvolles – und das fasziniert die Menschen. Das zeigte die hohe Zahl der Teilnehmer bei der Exkursion des Naturschutzbundes (NABU) Springe am Freitagabend im Rahmen der Ferienpassaktion.Gut 60 Teilnehmer, davon 35 Kinder, zogen, teilweise mit Taschenlampen ausgestattet, bei Anbruch der Dämmerung mit Rudolf Krause vom Naturschutzbund (Nabu) in den Volkspark. Zuvor erklärte Michael Borgolte den Kindern wissenswertes über Leben und Verhalten der unterschiedlichen Fledermausarten. Erstaunlich das Wissen der kleinen Fledermausliebhaber: Viele Fragen von Borgolte wussten sie zu beantworten. Dass Batman keine Fledermaus, sondern nur eine Kunstfigur ist, war allen bewusst. Doch dass es Arten gibt, die fast die gleichen Ausmaße haben, war nicht allen der kleinen Wissbegierigen bekannt. Flughunde, sie sind von Südostasien bis Australien beheimatet, erreichen bei einer Kopfrumpflänge von bis zu 40 Zentimetern eine Flügelspannweite bis zu 1,7 Metern.

Mittlerweile hatte Krause die Fledermausdetektoren, auch Batscanner genannt, auf eine Frequenz von 43 Kilohertz eingestellt. Kaum eingeschaltet begannen sie schon zu knattern. Die Geräte transformieren die Ultraschalllaute der Fledermäuse, die in einem Frequenzbereich zwischen 10 000 und 170 000 Kilohertz liegen, in den menschlichen Hörbereich. Fachleute können anhand der Länge des Knatterns feststellen, um welche der heimischen Fledermäuse es sich handelt. Große Fledermäuse stoßen eher klatschende, kleine Arten dagegen schnelle Ortungsrufe aus. Von den rund 50 Fledermausarten, die es europaweit gibt, sind etwa 25 in Deutschland beheimatet. 16 bis 17 davon sind in Springe erfasst, davon haben etwa fünf ihr Refugium im Volkspark:

Während die Zwergfledermaus und der Große Abendsegler sich im Bereich des Feuerwehrparkplatzes heimisch fühlen, kann man in Berufsschulnähe die Bartfledermaus aufspüren. An der Hallerbrücke hat die Breitflügelfledermaus ihr Revier. Große Stille allerdings am Volksparkteich. Da ist die Wasserfledermaus zu Haus, aber die Detektoren blieben still. Trotz intensiven Hinhörens und ableuchten der Wasseroberfläche mit einem großen Strahler – die Tiere waren nicht zu orten. Vermutlich waren sie auf Futtersuche: Dazu sind die kleinen Flugkünstler bis zu 40 Kilometer pro Nacht unterwegs und vertilgen mehrere 1000 Insekten, auch Mücken.

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