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Warum Springer Geschäfte sonntags öfter aufmachen dürfen

SPRINGE. Am Wochenende waren in der Innenstadt und an der Langen Straße in Eldagsen mehr los als sonst: Sonderöffnungszeiten lockten Besucher in die Einkaufsmeilen. Wann geöffnet werden darf – und wann nicht, ist dabei ganz genau geregelt.

Publikumsmagnet: Beim Frühlingsmarkt ist die City voll. FOTO: ARCHIV
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Ralf T. Mischer Redakteur zur Autorenseite

Die Regelung könnte sich aber in den kommenden Monaten ändern, weil das Verwaltungsgericht Hannover den Kommunen ins Stammbuch geschrieben hat, dass bei vier verkaufsoffenen Sonntagen pro Jahr die Obergrenze erreicht sei.

In Springe sind für 2017 aber fünf verkaufsoffene Sonntage eingeplant. Zum Problem dürfte das aber nicht werden – immerhin gelten für Springe als anerkannter Erholungsort Sonderregelungen: in der Stadt wären deshalb rechtlich acht Sonderöffnungen erlaubt. Das heißt, die Stadt schöpft ihre Möglichkeiten nicht voll aus. Warum eigentlich nicht?

Wilko Struckmann, Chef des Werbe- und Informationsrings, begrüßt es, dass es die Möglichkeit gibt, an acht Sonntagen zu öffnen: „Das bietet uns große Flexibilität, auch für die Ortsteile.“ Struckmann betont aber auch, dass man gute Erfahrungen damit gemacht habe, die offenen Sonntage in der Kernstadt an besondere Events, verschiedene Marktveranstaltungen, zu koppeln. „Das zieht Leute in die Stadt und macht die Tage zum Erfolg.“ Um die Märkte zu organisieren, braucht es eine Menge Arbeit im Vorfeld: „das ist ein Riesenaufwand – und noch mehr Märkte sind personell kaum zu leisten.“

Bürgermeister Christian Springfeld freut sich darüber, dass Springe in Sachen Sonntagsöffnung mehr Luft nach oben hat, als seine Nachbarkommunen. Viele Einzelhändler generieren laut Springfeld während dieser Sonntag „entscheidende Umsätze“, viele Bürger hätten lediglich an Sonntagen die Möglichkeit, „richtig entspannt und ohne Druck einkaufen zu gehen“.

Eine Ausweitung der Öffnungszeiten stehe derzeit aber nicht auf der Agenda. „Damit das möglich wird, brauchen wir Großveranstaltungen wie die Märkte“, sagt Springfeld. Und die ließen sich nicht ohne Weiteres aus dem Nichts aus dem Boden stampfen. Springfeld: „Die Kapazitäten der Organisatoren sind begrenzt.“



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