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Warum die Stadt eine Pflasterung des Bürgersteigs will

BENNIGSEN. Der Ausbau der Lüderser Straße ist abgeschlossen. Eigentlich. Zumindest was die Straße angeht. Doch so richtig hat die Stadt mit dem Thema noch nicht abgeschlossen, weil sie die Bauarbeiten bei den Anwohnern noch nicht abrechnen kann. Dazu müssen noch einmal die Bagger rollen.

Braucht es an dieser Stelle wirklich einen Gehweg? FOTO: MISCHER
Mischer

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Ralf T. Mischer Redakteur zur Autorenseite

24 Meter lang ist die Gehweglücke östlich der Lüderser Straße / Ecke Seewiesenweg. Eine teure Lücke für die Stadt. So lange sie nicht geschlossen ist, kann die Stadt die gesamten Bauarbeiten an der Straße den Anwohnern nämlich nicht in Rechnung stellen. Deshalb soll der Gehweg geschlossen werden. 24 Meter in Pflasterbauweise. Zudem sollen drei Parkplätze in Längsaufstellung in den neuen Gehweg integriert werden. Die Arbeiten sollen etwa drei Wochen dauern und im April durchgeführt werden.

Deutliche Kritik an dem Unterfangen äußert Christoph Rohr von der CDU. Er vertritt die Auffassung, dass der Lückenschluss „völlig überflüssig“ sei. Eine Meinung, der sich die Mitglieder des Bennigser Ortsrates mehrheitlich anschließen. Während der jüngsten Sitzung des Ortsrates baten sie die Verwaltung, die Bauarbeiten nicht durchzuführen.

So paradox das klingt, ein Verzicht auf den Neubau würde die Stadt teuer zu stehen kommen. Immerhin müsste sie dann, wie die Verwaltung betont, auf die Abrechnung mit den Anwohnern für den gesamten Straßenbau verzichten. Und das bedeutete, dass der Stadtkasse unter dem Strich Einnahmen in Höhe von bis zu 60 000 Euro verloren gingen.

Der Ausbau der Lüderser Straße erfolgte bereits zwischen der Kreuzung Lüderser Straße/Hauptstraße/Hüpeder Straße/Gestorfer Straße war bereits im Jahr 2010 erfolgt. Abgerechnet werden kann noch nicht, weil der Ausbau noch nicht auf ganzer Länge erfolgt.

Die Anwohnerbeiträge für den Straßenausbau waren in Springe schon mehrfach in die Kritik geraten. Zuletzt hatte sich Bürgermeister Christian Springfeld (FDP) dafür ausgesprochen, andere Finanzierungsmöglichkeiten für Straßenbaumaßnahmen zu erschließen – und sich für eine Erhöhung der Grundsteuer ausgesprochen.

Bislang werden die Anlieger der Straßen, an oder in denen gebaut wird, anteilig zur Finanzierung herangezogen. Diese Straßenausbaubeiträge sind, wie berichtet, umstritten.

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