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Warum bei den Springer Naturfreunden das Vereinsvermögen schmilzt

SPRINGE. Trotz Corona-Hilfen – das Vereinsvermögen der Naturfreunde Springe ist geschmolzen. Das lag aber nicht allein an der Pandemie.

Autor

Horst Voigtmann Reporter
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Zwei große Probleme musste der Verein in der jüngeren Vergangenheit lösen. Eins wurde ausgelöst durch einen der zurückliegenden Stürme, der einen imposanten Baum entwurzelte und auf das Dach der Deisterhütte, dem Vereinsdomizil, stürzen ließ. Der Naturfreundevorstand lobte in seinem Bericht bei der jetzigen Mitgliederversammlung die Zusammenarbeit mit dem THW Springe, das mit technischem Gerät und zehn Personen anrückte und den Baum entfernte.

Das zweite Problem war die Wasserversorgung, die bislang über zwei Brunnen erfolgte, was wegen der zunehmenden Trockenheit aber nicht mehr wie gewünscht funktionierte. Inzwischen ist ein Anschluss an das Wassernetz vorgenommen worden. Seit Oktober ist die Verbindung zum städtischen Wassernetz hergestellt. Zur Deckung der Kosten von 70 000 Euro wurde ein Darlehen aufgenommen.

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Corona-Förderung fällt geringer aus als erwartet

Verluste machten die Naturfreunde auch dadurch, dass sie in der Corona-Zeit ihre Räumlichkeiten nicht vermieten konnten. Ein Teil der fehlenden Einnahmen wurde durch eine staatliche Förderung von 7000 Euro kompensiert – deutlich weniger als der Vorstand erwartet hatte.

Nicht gelitten unter der Pandemie hat das Engagement der Mitglieder. So wurde das Team der Deisterhütte mit Christel Aßmann, Dorothee Sandelmann und Hans-Uwe Schmidt, die sich um die Vermietung und Instandhaltung des Naturfreundehauses kümmern, lobend erwähnt.

Wenn sich die Corona-Situation weiter entspannt soll es auch wieder mehr Angebote geben: von Treffen für die Senioren, über die von Reinhold Krause organisierten Ausfahrten, über Geocaching und Boulespiel bis zur Kindergruppe von Annika Wiechell und zum neuen Kletterangebot, das Matthias Näger und Matthias Böger – der sich derzeit zum Wanderwart ausbilden lässt – bei den Naturfreunden etablieren wollen.

Friedenswanderung geplant

Als Gast informierte der Springer Wolfgang Klemmt, der dem Landesvorstand der Naturfreunde angehört über die aktuell andauernden Aktionstage, mit denen die Organisation bundesweit gegen den russischen Überfall auf die Ukraine protestiert. Klemmt kündigte auch eine weitere bundesweite Friedenswanderung im kommenden Jahr an, die in Saarbrücken startete, Halt auf der Bundesgartenschau in Mannheim macht und in Theresienstadt enden soll. Im vorigen Jahr hatten die Friedenswanderer auch in Springe und Bad Münder Station gemacht.

Update: Wir haben Informationen zur Friedenswanderung ergänzt.




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