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Waldbrände in Schweden: Eldagser sollen helfen

SPRINGE. Feuerwehrmänner aus Eldagsen könnten helfen, die Waldbrände in Schweden zu bekämpfen. Der III. Zug der Regionsfeuerwehr-Bereitschaft, zu dem Brandschützer aus dem Stadtgebiet gehören, wurde in Alarmbereitschaft gesetzt. „Die Kameraden sitzen auf gepackten Koffern“, sagt Vize-Stadtbrandmeister Stefan Quentin.

Von hieraus könnte es bald 1800 Kilometer gen Norden gehen: Das Feuerwehrhaus in Eldagsen. Foto: Ackermann
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Marita Scheffler Redakteurin zur Autorenseite

Am späten Sonnabend sind bereits 52 Feuerwehr-Leute aus dem Kreis Nienburg mit neun Fahrzeugen nach Schweden aufgebrochen. Im Lauf der Woche könnten Einsatzkräfte aus dem Umland und der Stadt Hannover nachgefordert werden. Dazu gehört auch der III. Zug, der sich aus Ehrenamtlichen aus Springe, Laatzen, Hemmingen und Pattensen zusammensetzt. Nach Informationen dieser Zeitung sind Gruppen aus Hemmingen und Eldagsen für den Auslands-Einsatz ausgewählt worden. „Wann und ob wir fahren, wissen wir aber noch nicht“, so ein Feuerwehrmann.

Sollte das Startkommando kommen, steht den Freiwilligen eine 20 bis 30 Stunden lange Fahrt im Konvoi bevor. Vor Ort müssen sie sofort einsatzbereit sein: Der Trupp soll 96 Stunden vollkommen autark arbeiten. Eingepackt werden müssen deshalb neben der kompletten Ausrüstung und Schlafsachen auch die Verpflegung für eine Woche und sogar die wichtigsten Ersatzteile für die Fahrzeuge.

Aus dem Springer Stadtgebiet kommt nur das 23 Jahre alte Tanklöschfahrzeug aus Eldagsen für die Tour infrage – es ist als einziges geländetauglich. Das Fahrzeug hat rund 11 000 Kilometer auf dem Tacho und soll in naher Zukunft durch ein neueres Modell ersetzt werden – trotzdem gehen die Kameraden vor Ort davon aus, dass es die etwa 1800 Kilometer lange Reise problemlos schaffen kann.

Das schwedische Königreich hatte die Bundesrepublik Ende der Woche um Unterstützung gebeten, um die zerstörerischen Waldbrände in den Griff zu bekommen. Niedersachsen sagte sofort zu. „Der Gedanke der europäischen Solidarität ist für uns von besonderer Bedeutung. Und natürlich bieten wir Hilfe an und unterstützen, wo wir nur können“, erklärte Innenminister Boris Pistorius vor der Presse. In Schweden sind vor allem Löschfahrzeuge gefragt, die größere Mengen Wasser an die Einsatzstellen bringen können.

Laut Regionsbrandmeister Karl-Heinz Mensing (Wennigsen) ist Springes Bürgermeister Christian Springfeld am Wochenende über den möglichen Einsatz informiert worden. Auch alle betroffenen Stadt- und Ortsbrandmeister hätten eine Nachricht bekommen.

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