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Waldbad Altenhagen muss investieren – aber wie?

ALTENHAGEN I. „Man kämpft gegen Windmühlen“, sagt der Vorsitzende des Waldbad-Fördervereins Klaus Meyer. Obwohl in der letzten Saison ein Gewinn von mehr als 2000 Euro eingefahren werden konnte, stehen dem Verein mit der Anschaffung einer Chloranlage und einer Umwälzanlage sehr teure Investitionen bevor.

Anne Gehrmann (v. l.) Antje Krüger, Torsten Schröder und Klaus Meyer diskutieren über die Zukunft des Waldbades. FOTO: BRINKMANN-THIES

Autor:

Anne Brinkmann-Thies

Das Gesundheitsamt fordert die technischen Neuerungen für das kleine Bad – einen Zeitplan zur Umsetzung gibt es aber nicht. Auf rund 750 000 Euro belaufe sich ein Angebot, das die Stadt Springe für diese Maßnahmen eingeholt habe, berichtete Meyer auf der Jahresversammlung. Stadt und Verein könnten die Anschaffung nicht stemmen. Mögliche Fördergelder aber seien an ein Konzept geknüpft. Unterstützung dafür sicherte Altenhagens Ortsbürgermeisterin Kai Dettmer zu: „Wir wollen ein Konzept für die Entwicklung des gesamten Dorfes und damit auch für das Waldbad erarbeiten“, sagte sie.

Dann könne eine Bewerbung um Fördermittel beim Integrierten ländlichen Entwicklungskonzept (ILEK) erfolgen. Bei einer ortsinternen Ideenbörse am 22. Februar sind alle Altenhägener aufgerufen, sich mit Vorschlägen einzubringen.

Eine Idee für die Zukunft des Waldbads präsentierte Meyer den Mitgliedern, die er aber wenig später relativierte. Er schlug vor, das Waldbad ganzjährig zu betreiben. Warum nicht eine zweite Saison im Winter mit einer Eislaufbahn betreiben? Doch der Vorsitzende schränkte diese Möglichkeit auch gleich wieder ein: „Das ist eine Nummer zu groß für uns.“ Hinzu kämen Probleme wie etwa fehlende Parkplätze und eine Sanitäranlage, die nicht an das Abwassersystem angeschlossen ist.

So bleibt es bei dem 1932 gebauten Traditionsbad beim sommerlichen Freibadbetrieb. Der startet am 13. Mai – auch ohne Chlor- und Umwälzanlage. Denn einen zeitlichen Rahmen für die teuren Neuanschaffungen hat das Gesundheitsamt nicht gesetzt. Gleichwohl sollen – so die amtliche Vorgabe – alle 14 Tage Wasserproben entnommen werden. Das aber würde in der Saison Kosten von 1400 Euro verursachen. Dettmer will versuchen, diese enge Taktung aufzulösen, wenn die ersten Proben ohne Beanstandung ausfielen.

Noch mit einem weiteren Problem hat der Verein zu kämpfen: Bislang gibt es für die neue Saison weder eine Badeaufsicht noch jemanden, der den Kiosk betreibt. „Diese personellen Probleme müssen wir lösen“, sagte Meyer.

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