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Zukunfts-Workshop in Eldagsen: Bürger bestimmen Stadtsanierung mit / Schwerpunkt Verkehrsberuhigung

Von Wünschen, Visionen und Utopien

Neue Ziele und Impulse für die Stadtplanung – rund 35 Eldagser haben sich jetzt in einem Zukunfts-Workshop intensiv und kreativ damit auseinandergesetzt, in welchen Themenbereichen und mit welchen Maßnahmen die Stadtentwicklung fortgesetzt werden kann. Die Anregungen sollen Grundlage für die Planung sein.

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Autor:

von simone hempelmann und saskia helmbrecht

Eldagsen. Neue Ziele und Impulse für die Stadtplanung – rund 35 Eldagser haben sich jetzt in einem Zukunfts-Workshop intensiv und kreativ damit auseinandergesetzt, in welchen Themenbereichen und mit welchen Maßnahmen die Stadtentwicklung fortgesetzt werden kann.

„Was sich in den letzten Jahren bereits bewegt hat, kann sich sehen lassen“, betont Ortsbürgermeister Ralf Burmeister – und auch Architekt Hans Joachim Brudniok und Dirk Puche vom betreuenden Planungsbüro teilten diese Meinung. Während Brudniok von „Projekten mit Strahlkraft“ sprach, verwies Puche darauf, dass „das Beste nie hinter uns liegen sollte, sondern immer vor uns“.

In dem Workshop, der im Rahmen der aktuellen Stadtsanierung stattfand, befassten sich die Bürger dann unter Anleitung von Puche in den vier großen Handlungsfeldern mit unterschiedlichen Themen aus dem Bereich der Stadtentwicklung. Verkehr und Mobilität, städtebauliche Entwicklung und Nahversorgung – auf diese drei Kernbereiche konzentrierten sich schon nach kurzer Zeit die meisten Anregungen, gefolgt von den Themen Freizeit, Wirtschaft und Engagement. Zunächst konnten die Teilnehmer Kritik äußern, in einem zweiten Schritt sollten sich die Bürger Eldagsen im Jahr 2030 vorstellen. Der Fantasie und auch der Utopie waren keine Grenzen gesetzt. Von den Visionen und Wünschen ging es im dritten Schritt zu der konkreten Umsetzung.

Die Stadttore in Eldagsen sind Bestandteil der Stadtsanierung, ebenso der umgestaltete Marktplatz und die Pastorengasse. Helmbrecht

„Die Bürger wünschen sich eine soziale Ortsmitte mit einem Bürgerhaus, wo alle Fäden zusammenlaufen“, sagt Puche. Dazu gehören auch altersgerechtes Wohnen und ein sogenanntes „Service-Wohnen“, wo Leistungen dazugebucht werden können. „Viele ältere Bürger leben hier alleine, wollen aber Eldagsen nicht verlassen“, weiß Burmeister.

Besonders am Herzen liegt den Bürgern auch die Verkehrsberuhigung, insbesondere für den Lkw-Verkehr müsse eine Lösung her. Eine Umgehungsstraße komme aber nicht infrage, denn viele wissen: Der Ort lebt von der Langen Straße. So waren auch Querungshilfen, wie ein Zebrastreifen, im Gespräch.

„Ich bin positiv überrascht von dem unglaublichen Engagement hier“, sagt Puche. Die Bürger haben die Möglichkeit der Mitbestimmung dankend angenommen und viel diskutiert.

Neben dem Wunsch, die aktuelle Infrastruktur zu halten, kam die Idee einer Kampagne mit dem Titel „Hier wohne ich, hier kaufe ich“, auf. „Die Handlungsfelder spiegeln die Stadtsanierung wider“, sagt Wiebke Kewel vom Springer Fachdienst Stadtplanung. Lediglich der Einkaufskomplex am Pfingstanger und das Schützenhaus würden außerhalb des Sanierungsgebietes liegen, „hier wünschen sich die Bürger, dass mehr passieren soll“, so Kewel. Gleichzeitig sprachen die Eldagser Lob für die bereits durchgeführten Arbeiten in der Stadt aus.

Jetzt folgt die Auswertung vom Planungsbüro, zusammen mit dem Sanierungsbeirat und der Stadt. „Die Anregungen sind auf jeden Fall Grundlage für die nächsten Jahre“, sagt Kewel. Was am Ende von den Visionen umgesetzt wird, ist noch offen.



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