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Für den Katerfrühstück-Wettbewerb 2013 gibt es bereits mehrere Anmeldungen

Von wegen tot – Heinrich nimmt’s mit Humor

Springe (mari). Die Schützenfest-Macher wollen am Wettkampf um den Heinrich-Pokal festhalten, auch wenn die Veranstaltung in diesem Jahr um ein Haar mangels Beteiligung ausgefallen wäre. „Es soll weitergehen“, sagt Ortsbürgermeister Carsten Marock. Die Zeichen stehen gut: Fürs Katerfrühstück 2013 liegen ihm bereits zwei Bewerbungen vor, eine dritte Gruppe liebäugelt mit der Anmeldung.

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„Das gab’s noch nie“: Seit 60 Jahren gehört Hans-Karl Klages zu den Besuchern des Katerfrühstücks beim Springer Volks- und Schützenfest. Der humorige Wettstreit um den Ratsnachtwächter-Heinerich-Pokal habe immer stattgefunden.

Die Qualität der Beiträge schwankte dagegen durchaus. Am Besten sind dem 78-jährigen Klages, der zur Schützengilde gehört, die Auftritte von Karl-Friedrich Bartels in Erinnerung geblieben. Bartels trug plattdeutsche Anekdoten aus seiner Heimatstadt vor. Klages: „Das war immer geistreich und gut.“

Zusammen mit seinem 74-jährigen Vereinskameraden Günther Hansemann („Ich komme auf 50 Jahre Katerfrühstück“) fallen ihm weitere Änderungen ein. So hätten die Schützenfesttage früher erst am Sonnabend begonnen, dafür aber bis Dienstag gedauert. Gespeist wurde am Dienstag. Lüttje Lagen durften während der Mahlzeit nicht getrunken werden. „Außerdem haben sich die meisten Besucher während des Essens für Wein statt Bier entschieden.“ Heute undenkbar.

Klages weiß auch noch, dass die Bild-Zeitung 1965 in großen Lettern über „Aufruhr und Hektik“ rund ums Katerfrühstück berichtet hat. Eine Gruppe Frauen hatte sich damals beschwert, weil zu der Abschlussveranstaltung nur die Männer zugelassen waren.

Klages und Hansemann hoffen, dass sich im nächsten Jahr wieder einige Vereine oder Privatpersonen zur Teilnahme am Heinrich-Wettbewerb aufraffen können. Vielleicht trage der Vorfall in diesem Jahr ja sogar zu einer neuen Wertschätzung der Veranstaltung bei, sagt Ortsbürgermeister Marock: „Dass es schon jetzt Bewerbungen gibt, stimmt mich zuversichtlich.“



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