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Vogelgrippe: Geflügelhalter verunsichert über Stallpflicht

SPRINGE. Klaus Poppelreuter ist froh, dass große Schau des Geflügelzuchtvereins Springe am vergangenen Wochenende über die Bühne gegangen ist: Rund 400 Tiere haben die heimischen Züchter gezeigt. Gerade noch rechtzeitig: In vielen Landkreisen gilt seit gestern für Geflügel die Stallpflicht, Ausstellungen sind tabu.

Klaus Poppelreuter mit einem Sebright Hahn in silber-schwarzgesäumt. FOTO: VOIGTMANN
Mischer

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Ralf T. Mischer Redakteur zur Autorenseite

Eigentlich wäre Poppelreuter, der auch Preisrichter für Geflügelschauen ist, morgen auf einer Schau in der Region, um Geflügel zu bewerten. Die Schau fällt aus, weil dort auch Aussteller aus anderen Landkreisen anreisen würden – und das ist nicht erlaubt. Freitag wäre er auf einer weiteren Schau in Loccum, dort gilt die Stallpflicht und Geflügelschauen sind tabu. Und auch die Geflügelschau am Sonntag im Südharz ist abgesagt, die Aussteller sind betrübt. „Sie können sich gar nicht vorstellen, was das für die Organisatoren bedeutet, die haben alles vorbereitet, das ist sehr bitter“, sagt der passionierte Geflügelzüchter aus Springe. Die Züchter haben die gesamte Saison über auf diesen Tag hingefiebert.

Auf der anderen Seite kann Poppelreuter die Vorsichtsmaßnahmen aber nachvollziehen. „Wenn bei uns die Vogelgrippe ausbrechen würde, dann müssten in einem gewissen Umkreis alle Tiere gekeult werden.“ Für Züchter komme das einer Katastrophe gleich. Zwar verfügten die im Verein organisierten Züchter über eine Seuchenkasse – „aber die ersetzt nicht den ideellen Schaden, der durch die Zerstörung des Bestandes entsteht“, sagt Poppelreuter.

Im Nordwesten Niedersachsens sind bereits jetzt alle Vögel im Stall zu halten, Poppelreuter: „Das ist nicht so tragisch – obwohl es sich negativ auf die Legeleistung auswirkt. Frische Luft ist gut für die Tiere!“Aber als Vorsichtsmaßnahme gegen den Ausbruch der Krankheit hält er es dennoch für sinnvoll.

In der Region Hannover gilt dennoch nur in bestimmten Bereichen eine Stallpflicht. Die Verantwortlichen teilten mit, dass davon nur „wenige Tierhalterinnen und Tierhalter“ betroffen seien, „die persönlich von der Region Hannover kontaktiert werden“.

Poppelreuter wurde nicht persönlich von der Region kontaktiert, die Stallpflicht gilt in Springe – noch – nicht.

Doch das sich rasch ändern: nämlich dann, wenn es die Experten für sinnvoll halten. „Die Veterinärinnen und Veterinäre der Region bewerteten die Lage täglich neu und befinden sich in enger Abstimmung mit den Nachbarlandkreisen“, heißt es dazu in einer Mitteilung.

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