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Völksen: ein Neuer, drei Stellvertreter

VÖLKSEN. Die Überraschung war nicht, dass Andreas Wietstock (SPD) neuer Ortsbürgermeister in Völksen wurde. Die Überraschung war, dass die Mitglieder des neuen Ortsrates ihm gleich drei Stellvertreter zur Seite stellen. Bislang gab es nur einen Stellvertreter.

Handschlag zur Amtsübergabe: Sigrid Hachmeister gratuliert Andreas Wietstock. FOTO: MISCHER
Mischer

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Ralf T. Mischer Redakteur zur Autorenseite

Wietstock löst Sigrid Hachmeister (ebenfalls SPD) ab, die zehn Jahre das Amt bekleidet hatte. In einer kurzen Laudatio stellte Horst Callies die Verdienste Hachmeisters heraus und lobt sie als streitbare Ortsbürgermeister, die „nicht für jeden pflegeleicht“ aber stets „geradlinig und offen ohne Tricks“ gewesen sei.

Hachmeister gibt ihr Amt im Ortsrat auf und engagiert sich weiterhin im Stadtrat. Ihr Nachfolger, Andreas Wietstock, der einstimmig gewählt wurde, hofft auf eine parteiübergreifende Zusammenarbeit im Ortsrat.

Derer kann er sich – fast Gewiss sein. Immerhin stellt jede Partei – mit Ausnahme der Grünen, einen Stellvertreter. Zur Überraschung von Wietstock selbst, wie der freimütig bekannte. Traditionell steht ihm für die CDU, zweitstärkste Fraktion, Frank Unger zur Seite. Auf Vorschlag der SPD steht im ein zweiter Mann an der Seite – Volker Beßling (SPD). Grund für den Vorschlag: Wietstock und Unger seien beide Berufstätig, da sei es sinnvoll, wenn ein dritter Mann parat stehe, der Termine übernehmen könne.

Zudem meldete auch Friederike Schwabe von der FDP Ansprüche auf ein Stellvertreteramt an. Sie begründete das damit, dass die FDP in Völksen viele Stimmen bekommen habe, da sei es die Partei den Wählern schuldig, auch ein Amt zu übernehmen. Sie verwies darauf, dass es gut sei, wenn unter den Ortsbürgermeistern auch eine Frau sei.

Die neun Ortsratsmitglieder stimmten im Block über den Bürgermeister und seine drei Stellvertreter ab. Sie wurden einstimmig gewählt: Wietstock stehen drei Stellvertreter zur Seite. Frank Unger fragte sich, was das praktisch bedeutet: „Nach welchen Kriterien werden die Stellvertreter künftig zu Terminen berufen? Geht das alphabetisch – oder per Zufallsprinzip?“ Auf die Frage wusste Wietstock auch noch keine Antwort.

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