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Breitet sich die Staupe bei Füchsen aus?

Virengefahr – Jagdaufseher regt Impfungen an

Altenhagen I (ric). Hartmut Koch hat als bestätigter Jagdaufseher der Region das geschulte Auge dafür, wenn im Revier Ärger droht. Jetzt geht er davon aus, dass die Staupe ausgebrochen ist.

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Fünf Füchse hat Koch in den vergangenen Tagen erlegt und sie zum Veterinäramt nach Hannover geschickt. Seine Befürchtung: Die Tiere hatten sich mit der gefährlichen Viruserkrankung angesteckt. „Sie überträgt sich von Fuchs zu Fuchs – und auch auf Hunde“, weiß der Altenhäger. Er rät aus diesem Anlass Hundebesitzern dringend dazu, den Impfschutz ihrer Vierbeiner zu überprüfen und wenn nötig einen Tierarzt aufzusuchen und die Impfung auffrischen zu lassen.

Ende der Woche werden die Untersuchungsergebnisse bei ihm eintreffen. Koch sieht inzwischen seine Vermutung bestätigt, dass es sich bei der Erkrankung nicht um die ähnlich gelagerte Tollwut handelt. „Doch es besteht der dringende Verdacht, dass sich die Staupe bei uns ausbreitet.“ Das habe zur Folge, dass sich vor allem nicht angeleinte Hunde anstecken und dadurch ernsthaft erkranken können. „Vor allem, wenn der Hund streunt und in irgendeinem Gebüsch auf einen verendeten oder infizierten Fuchs trifft“, warnt der Landwirtschaftsmeister. Dann könne es sein, dass der Halter die Symptome erst spät bemerkt.

Als Jäger habe Koch unter anderem die Aufgabe, leidende Tiere zu erlösen, bevor sie qualvoll verenden. Durch seine Erfahrung hatte Koch bemerkt, dass am Verhalten der Füchse etwas nicht stimmte. Der Virus verändert das Wesen seines Wirtes: Die Tiere können teilnahmslos bis aggressiv auftreten, sogar anders als sonst unvermittelt auf die Fahrbahn laufen und wie gelähmt stehen bleiben.

Koch erschoss die Raubtiere im Bereich Altenhagen I: zwei am Ortsrand Richtung Saupark, zwei nahe einem Gehöft an der B 217 und einen beim Gestüt Webelsgrund. „Es scheint, als sei der Virus wieder in Gang gekommen.“ Möglich, dass weitere Gebiete betroffen sind.



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