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Vielfalt als Zauber: Ein Besuch bei den Sommertagen der Springer St.-Andreas-Gemeinde

Seit 13 Jahren bietet die St.-Andreas-Gemeinde jeden Sommer ein eigenes Ferienprogramm an. Wir haben die Veranstaltung besucht – und erklären, warum die jungen Helfer auch in den Ferien schon um 7 Uhr aufstehen. Und wie die Kinder mit ihrer Blumenkette Rekorde brechen wollen.

Autor:

Amina Thillmann
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Auf dem Gelände ertönt Kirchenmusik aus Boxen. Kinder basteln, spielen und toben herum. In dieser Woche laufen die Sommertage der St.-Andreas-Gemeinde. Die Ferienaktion findet seit 2009 statt; dieses Jahr sind 33 Kinder auf dem Kirchengelände dabei. Für die Teilnahme zahlen die Eltern einen Beitrag, allerdings springe die Diakoniekasse oder der Kirchenkreis eins, falls eine Familie nicht zahlen könne, erklärt Pastor Klaus Fröhlich.

Statt zwei Wochen dauert das Programm nur eine Woche – durch das große Andreasfest, das vom 19. bis 21. August stattfindet, könne die Freizeit aus organisatorischen Gründen nicht länger dauern, sagt Fröhlich. Hinter der Woche steckt aber auch so eine aufwendige Organisation mit vielen Helfern: Die Kinder werden von freiwilligen Köchinnen mit Essen versorgt, gehen in den Zoo, singen gemeinsam und können den ganzen Tag spielen – von Wikingerschach bis zu dem beliebten Jugger, ein Mannschaftssport, der an Fechten, Ringen und Ballsportspiele erinnert.

Einmal um die ganze Kirche

Ein Höhepunkt für viele Kinder ist das Basteln von Loom-Ketten, so nennen die Kinder ihre geflochtenen Ketten, die aus bunten Gummis bestehen. Einige Kinder, die schon seit drei Jahren die Sommertage besuchen, erinnern sich: „Im letzten Jahr haben wir die Loom-Kette einmal um die ganze Kirche gemacht“ – und dieses Jahr wollen sie ihren Rekord toppen. Bedauernswert findet ein Mädchen den Müll, der oft auf dem Kirchengelände zu finden ist. Sie wünscht sich, dass die Menschen für ihren Abfall den Mülleimer verwenden.

Einige der jungen Teilnehmer denken schon an die Zukunft der Veranstaltung: „Später will ich hier selbst Teamer sein“. Teamer nennen sich die ehrenamtlichen Betreuer, die sich um die Kinder kümmern und das Programm organisieren. Sie seien essenziell für einen reibungslosen Ablauf, betont Pastor Fröhlich: „Wir können das nur machen, weil wir so viele Helferinnen und Helfer haben, die selbst in den Ferien um 7 Uhr aufstehen“, und obwohl die Organisation dieses Jahr zeitlich knapp war, haben sich ausreichend Ehrenamtliche gefunden, die den Kindern eine gute Zeit ermöglichen.

Vielfalt als Zauber

Teamerin Lena Meyer erinnert sich: „Viele von uns Teamern waren früher auch da. Wir wissen, dass man hier wertvolle Freundschaften schließen kann und Spaß hat. Diese Erfahrung wollen wir weitergeben.“

Für Helferin Emily Peters liegt der Zauber der kirchlichen Veranstaltung in der Vielfalt: „Es kann jeder teilnehmen. Egal, welche Nationalität oder Religion.“ Zwar sind die teilnehmenden Kinder überwiegend evangelisch, doch auch Kinder anderer Religionen sind herzlich eingeladen und viele der Kinder kommen aus anderen Kirchengemeinden und gehören nicht zu St. Andreas. So entsteht jedes Jahr eine bunte Mischung neuen und alten Gesichtern, was der Harmonie allerdings nicht schadet: Alle Kinder verständen sich untereinander – einen großen Streit gab es noch nie, berichtet Teamerin Jana Knigge.

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