weather-image
23°

Verwaltung will Radweg-Konzept auf den Weg bringen

SPRINGE. Die Verwaltung startet einen neuen Anlauf für ein Radwege-Konzept. Entsprechende Pläne sorgten in den vergangenen Jahren bei der Politik für einige Diskussionen, mit dem Ergebnis, dass das Konzept damals auf Eis gelegt wurde.

Immer wieder in der Diskussion ist die Verkehrsführung für Radfahrer an der Völksener Straße und am Kreisverkehr. FOTO: MISCHER
saskia

Autor

Saskia Helmbrecht Redakteurin zur Autorenseite

Vor allem von der Kernstadt-CDU hagelte es 2015 Kritik: Die Verwaltung solle nur die gesetzlich vorgeschriebenen Änderungen am Radwegenetz vornehmen. Immer wieder verteidigte die Verwaltung das Konzept, dass sie mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad Club (ADFC) und der Polizei gemeinsam erarbeitet hatte.

Jetzt will die Stadt wieder ein Konzept erstellen – das aber deutlich umfangreicher ausfallen soll als noch vor ein paar Jahren, sagt Bau-Chef Jörg Klostermann.

Nun will Springe nicht als Einzelkämpfer das Thema angehen, sondern das Konzept gemeinsam mit zwei anderen direkten Nachbarkommunen angehen, sagt Bürgermeister Christian Springfeld. Konkret geht es um Ronnenberg und Pattensen. Federführend soll aber Springe das Projekt begleiten.

Über die Integrierte Ländliche Entwicklung (kurz: ILE) wollen die Städte an Fördermittel kommen. Die Antragsfrist für diese Gelder endet allerdings bereits am 15. September. „Weil wir die Rechnung aber erst einmal übernehmen müssen, brauchen wir einen politischen Beschluss“, sagt Springfeld. Am Donnerstag wird daher der Finanzausschuss erstmals über das Thema sprechen, am 20. Juni entscheidet zunächst der nicht-öffentliche Verwaltungsausschuss, bevor am 27. Juni der Rat endgültig entscheidet. Insgesamt 200 000 Euro soll das Konzept kosten – 73 Prozent der Kosten könnten aber gefördert werden, sodass die Stadt nur noch knapp 23 000 Euro aus eigenen Mitteln bezahlen müsste. „Alltagsradverkehrskonzept“ hat die Verwaltung das Projekt offiziell benannt.

Dass dringend Handlungsbedarf besteht, habe das Ranking des ADFC bestätigt, das vor einigen Wochen veröffentlicht wurde, sagt Springfeld. Beim Fahrradklimatest landete die Deisterstadt auf einem abgeschlagenen 253. Platz – von 311 Plätzen. „Das heißt für uns, wir wollen besser werden und dafür braucht es ein kommunenübergreifendes und umfassendes Konzept. Wir müssen als Kommune etwas tun“, betont Springfeld.

In einem sogenannten Kataster soll festgestellt werden, wie die Situation für Radfahrer vor Ort ist. Daraus sollen dann konkrete Handlungsbedarfe abgeleitet werden, so der Plan.

Das Papier könne die Stadt dann selbstständig pflegen und weiterführen. „Gleichzeitig können wir darstellen, wie wichtig uns ein Radweg zwischen Eldagsen und Alferde ist und das Problem in einem Konzept niederschreiben. Damit können wir auch beim Land einen ganz anderen Weg gehen, sodass das Land mal wach wird“, so Springfeld. „In diesem Konzept werden die Anregungen der Kommunalpolitik mit berücksichtigt“, ergänzt Klostermann.

Gerade vor dem Hintergrund des Klimawandels müsse die Stadt das Radwegenetz verbessern, so Klostermann. Und dank eines externen Büros habe man am Ende „einen Blick von außen“, sagt Springfeld.



Anzeige
Weiterführende Artikel
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt