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Debatte um Belebung der Innenstadt hält an / Ortsbürgermeister sieht auch Händler in der Pflicht

Verkehrsproblematik: Trotte für Runden Tisch

Springe (mf). Der Vorschlag von BZE-Chef Klaus Treichel, die Innenstadt durch eine stärkere Öffnung für den Verkehr und ein verbessertes Parkplatzangebot zu beleben, stößt auf grundsätzliche Zustimmung. Ortsbürgermeister Jürgen Trotte regt einen Runden Tisch unter Einbeziehung von Verkehrsexperten an.


Möglicherweise müsse das mittlerweile einige Jahre alte Verkehrskonzept überplant werden, sagte Trotte im Gespräch mit der NDZ. In diesem Zusammenhang lasse sich auch prüfen, ob beispielsweise die Einbahnstraßen-Regelungen noch Sinn machten.

WIR-Vorsitzender Erhardt Bormann fordert unterdessen ein besseres Parkleitsystem. „Grundsätzlich halte ich die Zahl an Stellflächen für ausreichend, doch gerade Ortsfremde finden die versteckten Parkplätze oftmals nicht auf Anhieb“, sagt Bormann. Zudem seien die vielen Einbahnstraßen bei der Parkplatzsuche hinderlich. Bormann appelliert außerdem an die Stadt, Kunden, die ihre Parkzeit etwas überschreiten, nicht gleich mit einem Knöllchen zu belegen. „Ich wünsche mir da manchmal etwas mehr Fingerspitzengefühl“, so der Vorsitzende des Werbe- und Informationsrings. In diesem Zusammenhang spricht er sich dafür aus, die erlaubte Parkdauer in der Innenstadt auf drei Stunden zu erhöhen. Einzelhändlerin Daniela Greth (Zoohandlung Hanisch) schlägt vor, die Stellflächen am Niederntor künftig nach Vorbild des Oberntores diagonal auszurichten, um mehr Parkraum zu schaffen.

Ortsbürgermeister Trotte sieht aber auch die Händler selbst in der Pflicht. „Ein bisschen mehr Engagement und Eigeninitiative wären hilfreich“, sagt er. So habe die WIR vor Monaten den Wunsch geäußert, mit einer Hinweistafel an der Osttangente für einen Einkauf in der Innenstadt werben zu dürfen. Bis heute sei von den Händlern aber kein Schild aufgestellt worden. „Und auch bei der Vereinheitlichung der Ladenöffnungszeiten gibt es noch reichlich Nachholbedarf“, kritisiert Trotte.

Auslöser der jüngsten Debatte um die Zukunft der Innenstadt sind Klagen von Einzelhändlern über seit Jahren rückläufige Umsätze. Mit der Eröffnung des Fachmarktzentrums an der Osttangente vor sieben Wochen habe sich die Problematik nochmals verschärft (NDZ berichtete).

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