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Verfahren nach möglichem Kioskeinbruch eingestellt

SPRINGE. Hat es im Juni vergangenen Jahres einen Einbruch in einen Springer Kiosk gegeben? Oder wurde der für einen Versicherungsbetrug vorgetäuscht? Zwar konnte das Gericht diese Fragen auch am vierten Verhandlungstag nicht zweifelsfrei klären. Das Verfahren gegen den Angeklagten wurde jetzt aber eingestellt.

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Autor

Anne Brinkmann-Thies Reporterin

Denn auch ein zweiter Polizeibeamter, der in der Tatnacht im Einsatz war, konnte gestern in seiner Zeugenaussage keine weiteren Details nennen. Er war mit seinem Kollegen über Funk zu einem versuchten Einbruch gerufen worden. Vor Ort fanden beide Beamten die Tür allerdings verschlossen vor. „Sie war zu“, bestätigte der ältere der beiden Polizisten nun noch einmal vor Gericht. Allerdings habe ein defektes Schloss am Boden gelegen. Ein anderes sei womöglich noch intakt gewesen, hatte sein Kollege am vorangegangenen Prozesstag ausgesagt. Er erklärte, es seien keine Einbruchsspuren festgestellt worden. Auch sei weder von dem heutigen Inhaber des Kiosks noch von dessen Vater oder einem Cousin des Kioskbetreibers von entwendeter Ware die Rede gewesen, berichtete gestern der Polizeibeamte.

Dieser Cousin jedoch soll bei der Versicherung gestohlene Ware – unter anderem Shisha-Tabak – gemeldet haben und musste sich deshalb vor Gericht verantworten. „Wir haben es nicht nötig, die Versicherung zu betrügen“, erklärte der Angeklagte. Und bot an: „Die Hälfte der Versicherungssumme spenden wir, damit Grundschüler einen Ausflug machen können.“ Doch die Strafrichterin winkte ab: „Wir sind hier nicht auf einem Basar.“

Möglicherweise hätte noch ein Gutachten Licht ins Dunkel bringen und klären können, ob es sich um einen fingierten Einbruch gehandelt hatte. Doch die Tür existiert nicht mehr, sie wurde ausgetauscht. Auch, weil es bereits der dritte Einbruch in Folge für den Kioskbesitzer gewesen sein könnte. Denn nur wenige Wochen vor dem strittigen Vorfall waren dort Zigaretten im Wert von rund 3000 Euro geklaut worden. Und kurz davor hatten Jugendliche ein Loch in die Scheibe geschlagen und sich am Verkaufstresen an Süßigkeiten bedient. Die Polizei konnte die Diebe damals in der Nähe des Tatortes fassen.



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