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Ursel Postrach: Hartnäckigkeit zahlt sich aus

LÜDERSEN. „Man kann sich über die Art streiten, aber nicht über den Baum selbst“: So beschreibt Ortsbürgermeisterin Ursel Postrach (SPD) die konstruktive Arbeit im Ortsrat – parteiübergreifend. Beschäftigt haben die Ortsbürgermeisterin und ihr Gremium in diesem Jahr so einige Themen.

Ursel Postrach lobt das konstruktive Miteinander im Ortsrat. Finanziell unterstützt hat der Ortsrat den Umzug der Kita „Am Gut“ an die Hauptstraße. FOTOS: BRINKMANN-thies/HELMBRECHT(ARCHIV)

Autor:

anne brinkmann-thies

„Ich bin sehr froh, dass das Normenkontrollverfahren gegen das Regionale Raumordnungsprogramm der Region Hannover eingeleitet worden ist“, sagt Postrach. Hier habe sich die Hartnäckigkeit des Ortsrats gemeinsam mit der Bürgerinitiative Gegenwind Lüdersen ausgezahlt.

Eine Bereicherung für das ganze Stadtgebiet sei Lüdersens neuer Waldkindergarten, der in diesem Jahr eröffnet werden soll. „Am 1. August soll es losgehen“, sagt sie. Die Idee des Waldkindergartens, der 15 Mädchen und Jungen aufnehmen kann, sei vom Ortsrat sehr unterstützt worden. Der Ortsrat werde sich auch offen zeigen, wenn für die neue Einrichtung Anschaffungen nötig würden. Finanziell unterstützt haben die Lüderser Kommunalpolitiker im vergangenen Jahr den eigenen DRK-Kindergarten mit 300 Euro und den umgezogenen Kindergarten Am Gut und Bennigsen, der auch von Lüderser Kindern besucht werde, mit 200 Euro. „Kinder sind unsere Zukunft“, stellt Postrach klar.
Um in Sachen Zukunft auch der großen Anfrage an Bauwilligen Rechnung tragen zu können, mangelt es allerdings an Baugrund. „Wir wollen versuchen, die Randbebauung voranzutreiben“, sagt Postrach. Es wäre schön, wenn Lüderser mit entsprechender Wohnlage sich entscheiden könnten, einen Teil ihres Grundstücks entsprechend überprüfen zu lassen. Veränderungen werde es indes im Herzen von Lüdersen unterhalb der St.-Marien-Kirche geben. Hier soll ein landwirtschaftliches Gebäude abgerissen werden, neuer Wohnraum entstehen.

Vorangehen soll es in diesem Jahr mit dem Projekt Alte Schule. Die Planungskosten seien bereitgestellt, damit ein Architekt die Pläne für das historische Gebäude bereitstellt, das in Teilen auch als Dorfgemeinschaftshaus genutzt werden soll. „Wir warten jetzt auf die Pläne“, so Postrach. Mit allen, die ebenfalls die Räumlichkeiten nutzen – wie etwa der Bergbühne, sollen diese Pläne dann besprochen werden. „Wir wollen aus wirtschaftlichen Gründen auch versuchen, zwei Wohnungen im Gebäude zu bekommen, damit die laufenden Kosten gedeckt werden können“, sagte die Ortsbürgermeisterin. Den Hut auf bei diesem Projekt habe der Förderverein Bergdorf Lüdersen. Hier gebe es aber eine enge Zusammenarbeit mit dem Ortsrat.

Finanziell unterstützt habe der Ortsrat im vergangenen Jahr die Ausgestaltung des Neuen Friedhofs. Hier wurden neue Hecken und Bäume gepflanzt. Der Friedhof habe auch eine wichtige Bedeutung als Aufenthaltsraum. Der Blick in die Umgebung sei einfach fantastisch. Auch den Nachbarort Bennigsen sieht man von hier aus. Dass eine Anbindung der Lüderser über den öffentlichen Nahverkehr zur dortigen S-Bahn im Stundentakt, erfolgen muss, dafür will sich Postrach stark machen. „Der Öffentliche Nahverkehr sei eine Form der Daseinsvorsorge“, so Postrach. Seit 18 Jahren ist sie Ortsbürgermeisterin von Lüdersen. Zugleich ist sie im Rat der Stadt Springe vertreten: Ihre Erfahrung: Auch in den eigenen Fraktionen müssten für jedes Thema neu Mehrheiten gewonnen werden, Lüdersen liege eben am Rand vom Springer Stadtgebiet. Deshalb sei es auch sehr wichtig, dass ein Ortsbürger zugleich Mitglied im Rat der Stadt Springe sei. Und damit über alle Themen direkt informiert sei.



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