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Untersuchung der Haller im Springer Volkspark: Umwelt-AG des OHG präsentiert Ergebnisse

SPRINGE. "Mehr Müll als wir erwartet haben", sei bei der Untersuchung im Volkspark rund um die Haller zusammengekommen, sagt Katja Galler, Initiatorin der Klima- und Umwelt-AG am Otto-Hahn-Gymnasium. Die Aktion im Volkspark war Teil eines europäischen Forschungsprojekts.

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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite
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"Auf den ersten Blick konnte man kaum Müll wahrnehmen", sagt die 18-Jährige. Kein Wunder: Anfang November ist schließlich nicht mehr die Saison, in der im Park gegrillt wird oder der Spielplatz stark besucht ist.

 Die neu gebildete Klima- und Umwelt-AG beteiligt sich an der Aktion „Plastic Pirates“, bei der etwa Schulklassen untersuchen, wie stark Flüsse und Bäche durch Plastikmüll belastet sind. Dafür sammeln sie in vorab festgelegten Bereichen am Ufer des Baches Müll, der anschließend sortiert, gewogen und abfotografiert wird. Die Ergebnisse werden dann auf die Website der „Plastic Pirates“ hochgeladen.

Untersuchung nach standardisiertem Verfahren

„Das läuft nach einem standardisierten Verfahren“, sagt Lehrer Christian Lange, der gemeinsam mit Steffen Kaliske die AG betreut. Auf einer Uferseite wurde in neun so genannten "Transekten" gesammelt - Kreise mit einer Fläche von sieben Quadratmetern: "Hier haben wir 1,33 Teile Müll pro Quadratmeter gefunden", sagt Galler. Als ein Teil zähle etwa ein Kronkorken oder eine Plastiktüte. Auf der anderen Uferseite wurde die Böschung auf einer Fläche von 1100 Quadratmetern abgesucht. Etwa 500 Gramm Müll seien dabei zusammengekommen, so Galler, der nach Materialien und Müllgruppen sortiert wurde: "Auch hier war auffällig viel Plastik dabei, aber auch erstaunlich viel Textilmüll."

2 Bilder
Der gesammelte Müll wird von den Schülerinnen und Schülern sortiert und kategorisiert.Foto Bertram

Klima- und Umwelt-Themen erst spät auf dem Lehrplan

Der Müll, der um das Gewässer gefunden werde, gebe auch einen Rückschluss auf die Belastung des Wassers, sagt Lange: „Was in der Böschung liegt, wird bei Starkregen oder Hochwasser in den Bach gelangen.“ Als Erdkundelehrer ist Lange für die Themen Klima und Umwelt zuständig: „Das steht aber frühestens im achten Jahrgang und dann noch mal im elften auf dem Lehrplan“, sagt er.

Das störte auch „Fridays for future“-Aktivistin und OHG-Schülerin Inka Galler, die gemeinsam mit ihrer Schwester Katja die Initiative ergriff und die AG ins Leben rief. „Wir flankieren das als Lehrer“, sagt Kaliske.

Umwelt-AG plant weitere Aktionen

„Vor allem für die jüngeren Schüler“ sei die AG gedacht, sagt Inka Galler, eben weil die Klima- und Umweltthemen erst so spät aufgegriffen werden: „Ich finde, dass es so eine AG an jeder Schule geben sollte.“ Die insgesamt knapp 15 AG-Teilnehmer haben schon weitere Aktionen geplant. So sollen etwa eine Streuobstwiese angelegt und ein Insektenhotel gebaut werden. „Und wir wollen die Klimabilanz unserer Schule ermitteln“, so Galler.

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