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Unmut bei der Feuerwehr Mittelrode

MITTELRODE. „Ja, die Feuerwehr kostet Geld“, sagte Torsten Tidow. Während der Jahresversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Mittelrode bedauerte der Ortsbrandmeister, dass die Erneuerung der Feuerwehren in den vergangenen Jahrzehnten „verschlafen worden sei“.

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Autor:

Patricia Szabo

Nach der Bestandsaufnahme der Feuerwehrunfallkasse im Januar 2016 habe sich die Feuerwehr bereit erklärt, eine gebrauchte Halle abzubauen und wieder aufstellen zu lassen, sagte Tidow. Doch leider sei dieses Thema inzwischen „in die Schublade gewandert“, da die Halle als nicht verwertbar eingestuft wurde.

Im Laufe dieses Jahres sollte endlich mit der Planung begonnen werden. Mit der Verabschiedung des neuen Haushaltes wurde das jetzt auf 2020 verschoben. Für den Neubau gäbe es noch gar keinen Termin. Es sei wichtig, „Entscheidungen auch mal zu fällen und nicht nur zu verschieben“, sagte Tidow. Dafür gab es von den Kameraden zustimmenden Applaus.

Erfreulich hingegen sei die Entwicklung in der Einsatzabteilung: 40 aktive Mitglieder in zwei Gruppen zählt die Feuerwehr Mittelrode derzeit. Neben sieben Einsätzen sowie Aus- und Weiterbildung wurden unter anderem auch das Osterfeuer, der Stadtwettkampf und die Absicherung des Hannover-Marathons durchgeführt, bei dem die Kameraden als Ordner teilnahmen.

Auch auf das Hochwasser im Juli, das einen erheblichen Aufwand für alle Helfer bedeutete, ging Tidow ein. Mit zwei Einheiten rückten die Freiwilligen raus. Während eine Einheit das Wasser abpumpte, füllte die andere Gruppe Sandsäcke. Am Ende des Tages füllten die Mittelroder Kameraden rund 60 Tonnen Sand von Hand in die Säcke. Der Einsatz habe über zwölf Stunden gedauert, sagte Tidow.

Auch die alljährliche Sammlung für den Volksbund der Deutschen Kriegsgräber hob der Ortsbrandmeister hervor. Die Feuerwehr sammelte rund 430 Euro.

Neben vielen Veranstaltungen war das 50-jährige Bestehen der Jugendfeuerwehr einer der Höhepunkte des vergangenen Jahres. Das Fest feierten die Kameraden gemeinsam mit der Partnerwehr aus Rauschwitz.

„Wir haben keinen Feuerwehrmann und keine Ortsfeuerwehr zu viel“, sagte Karsten Kohlmeyer von der Verwaltung. Anette Henkels (CDU) zeigte Verständnis für den Unmut innerhalb der Wehren. Den Planungen in Mittelrode blicke sie jedoch optimistisch entgegen. „Im Gegensatz zu anderen Ortsteilen, ist in Mittelrode ein passendes Grundstück vorhanden.“



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