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Rentner auf Tankstellengelände überrollt – 44-Jährige vor Gericht / Opfer erlitt schwere Verletzungen

Unfallfahrerin muss 1200 Euro Strafe zahlen

Springe (ric). Weil sie fahrlässig gehandelt habe, soll eine 44-Jährige aus Springe nun Strafe zahlen. Die Frau hatte am späten Nachmittag des 29. April einen Rentner angefahren. Der Mann schwebte in akuter Lebensgefahr.

Dramatischer Unfall im April: Unter diesem Minivan wird ein 81-Jähriger aus Hannover eingeklemmt. Die Fahrerin hatte ihn überseh

Zur Gerichtsverhandlung kam es, weil die Frau mit ihrem Anwalt Einspruch gegen die Höhe der gegen sie verhängten Tagessätze eingelegt hatte. Die dreifache Mutter lebt von Hartz IV – die Zumessung einer Geldstrafe richtet sich nach dem Einkommen. Richterin Pamela Ziehn gab jedoch zu verstehen, dass die Springerin nicht günstiger davon käme. Schließlich akzeptierte sie die Strafe von 1200 Euro.

Dem Unfallopfer wird der Tag wohl immer im Gedächtnis bleiben: Der Mann – ein gehbehinderter 81-Jähriger aus Hannover – war auf dem Gelände der Tankstelle so schwer verletzt worden, dass er mit dem Rettungshubschrauber ins Friederikenstift geflogen und zunächst ins künstliche Koma versetzt wurde. Der dramatische Unfall ereignete sich beim Rückwärtsfahren: Die Springerin soll nach Auskunft der Staatsanwaltschaft mit überhöhter Geschwindigkeit rangiert und dabei den Senior übersehen haben. Der Rentner wurde unter den schweren Minivan geschleudert, sein Unterleib dabei eingeklemmt. 20 Feuerwehrleute und Rettungskräfte versuchten, das Unfallopfer zu befreien. Schließlich gelang es, den Wagen mit einem Hebekissen so weit in die Höhe zu hieven, dass die Retter den 81-Jährigen bergen konnten. Er erlitt schwere Verletzungen, Frakturen und Quetschungen. Unter anderem waren Rippen gebrochen. Gegen die Springerin wurde Anzeige erstattet.



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